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Neue Hoffnung Kauft Gigi Oeri die Sammlung des Sportmuseums?

Die Mäzenin knüpft ihr Angebot indes an die Bedingung, dass Sportverbände Räumlichkeiten zur Verfügung stellen.

Sie habe sich in den letzten Tagen viele Gedanken zum Thema Sportmuseum gemacht, sagt Gigi Oeri. Und dabei sei sie zum Schluss gekommen: «Ich kann ein Museum von einer solchen Substanz nicht zugrunde gehen lassen.»

Für Oeri, die Basler Mäzenin und ehemalige Präsidentin des FC Basel, bedeutet diese Erkenntnis, dass sie sich vorstellen kann, die gesamte Sammlung des Sportmuseums zu übernehmen: «Ich habe ein konkretes Angebot gemacht.»

Hintergrund ist die bereits angeordnete Schliessung des Schweizer Sportmuseums, welche der Stiftungsrat des Museums vor rund einem Monat bekannt machte. Dies nachdem der Bund und der Kanton Basel-Stadt entschieden hatten, das Sportmuseum künftig nicht mehr finanziell zu unterstützen. Nach diesem Schliessungsentscheid droht nun auch die Sammlung des Museums auseinanderzufallen, weil Swiss Olympic, die Dachorganisation der Schweizer Sportverbände, welche gemäss Stiftungsurkunde Erbin der Sammlung ist, ebendiese gar nicht will. Vielmehr schlug Swiss Olympic vor, die Exponate des Sportmuseums an Private zu veräussern.

Suche nach Räumlichkeiten

Insofern ist Oeris Offerte ein Hoffnungsschimmer für die Betreiber des Sportmuseums, die Sammlung doch noch in einem Besitz zu erhalten. Allerdings knüpft Oeri ihr Angebot an eine Bedingung. Die Vereine und Sportverbände müssten Interesse zeigen an den Exponaten und Räumlichkeiten zur Ausstellung oder Lagerung anzubieten. Unter dieser Voraussetzung sei sie bereit, Teile der Sammlung gratis, als Leihobjekte zur Verfügung zu stellen. Selber ein neues Museum eröffnen, das wolle sie aber sicher nicht.

Ob die Vereine und Sportverbände darauf zurückkommen, ist indes eine offene Frage. Während sich beispielsweise der FC Basel dahingehend hat vernehmen lassen, dass er die ihm zuzuordnenden Exponate gerne ausstellen würde, haben sich grosse Verbände wie etwa der Schweizer Skiverband noch nicht geäussert. Und der Dachverband Swiss Olympic hat sich bis jetzt bekanntlich skeptisch gezeigt, was die Übernahme von Sammlungsobjekten betrifft.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    Es ist sehr traurig.Ist Frau Oeri die Einzige,die dieser Stadt sportlich wertvolles zu erhal- ten hilft?Erst der FCB,dann das Nachwuchscamp,und jetzt das Sportmuseum? Beim Bändelidurchschneiden sind sie immer alle da,mit dem Cüpli in der Hand,die Reichen und Schönen.Auch unseren Vertretern in Bern geht das,auch alten Turnvereinmitgliedern,am Arsch vorbei.Mit dem Geld für "Mille Feuilles"hätte man einige Sportmuseen einrichten können.
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