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Frauenbad Eglisse, Ansicht von oben.
Legende: Seit diesem Jahr gelten im Frauenbad Eglisee neue Kleiderregeln. SRF, Claudia Kenan
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Basel Baselland Neue Regeln stossen im Frauenbad Eglisee auf Widerstand

Seit dieser Saison sind im Basler Frauenbad Eglisee Burkas verboten und auch Kinder dürfen nicht mehr ins Frauenbad mitkommen. Trotz breit gestreuter Informationen des Sportamts wissen viele Musliminnen nichts davon. Dies führte am ersten sonnigen Sommerwochenende zu heftigen Diskussionen.

Der Leiter des Basler Sportamts, Peter Howald, war am Sonntag selber vor Ort. Die Situation sei schwierig gewesen. «Wir waren am Anschlag», so Howald, denn: «Viele Musliminnen wussten nichts von den neuen Regeln und haben sich beschwert.»

Einige der Frauen hätten sich trotz Anweisungen des Personals und Beschilderung nicht an die neue Kleiderordnung gehalten. Deswegen seien private Sicherheitsleute eingesetzt worden. «In mindestens drei Fällen mussten wir Frauen wieder aus dem Bad rausholen, weil sie sich nicht an die Regeln gehalten haben.» Die neuen Regeln besagen, dass Frauen im Badekleid, im Bikini oder in einem enganliegenden Burkini baden dürfen. Burkas sind aus hygienischen Gründen nicht mehr erlaubt. Ausserdem dürfen ausser Säuglingen keine Kinder mehr ins Frauenbad.

Howald überlegt sich nun, an heissen Wochenenden mehr Sicherheitspersonal einzusetzen: vier statt zwei Security-Mitarbeiter. «Wenn ich an das erste Wochenende zurückdenke, müssen wir dies dringend in Betracht ziehen.»

Durchzogene Bilanz

Alles in allem zieht Peter Howald eine durchzogene Bilanz. Auf der einen Seite habe er viele positive Rückmeldungen erhalten. «Viele Frauen sind froh, dass es nun wieder ruhiger geworden ist. Ein paar Stammgäste, die wir verloren haben, kehren wieder zurück.» Auf der anderen Seite erhalte er auch einige kritische Stimmen, die vor allem bemängeln, dass keine Kinder mehr ins Bad dürfen.

Die neuen Regeln wolle er aber auf jeden Fall durchziehen. «Davon weichen wir keinen Schritt zurück», so Howald. Dies brauche zwar ein wenig Zeit, danach aber würden sich die Leute daran gewöhnen.

(Regionaljournal Basel, 17.30)

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Nico Basler  (Bebbi)
    Wo ist das Problem? Das Eglisee ist eine staatliche Badi und der Staat, macht die Regeln. Wem es nicht passt muss nicht kommen.
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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Es ist absolut richtig, dass diese Verfügung rigoros umgesetzt und durchgezogen wird, sonst gibt es nur Probleme. Ich darf in anderen Ländern auch nicht machen was ich will, sondern ich muss mich selber informieren, was Sache ist. Es wird immer Menschen geben, welche es unbedingt anders haben wollen und schon ist ein Streit vorprogramiert. In Frieden leben ist wahrlich eine Kunst.
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  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Was für eine Religion, die sich so auf Äußerlichkeiten fokussiert? Die von Badis verlangten, enganliegenden Burkinis habe ich online im Angebot nicht gefunden. Normale Burkinis unterscheiden sich nur beim Stoff von üblichen Ganzkörperschleiern, sie gewährleisten somit auch keine Sicherheit, geschweige denn Hygiene. Jeder muss sich vor dem Sprung ins Becken gründlich abduschen. Mit Burkini unmöglich, und keiner kontrolliert, ob drunter noch Unterwäsche getragen wird, wie sauber Körper+Haare sind.
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    1. Antwort von Paul Hänger  (basilea@gmx.de)
      Hallo Bespie - genauso ist es. Die Burka tragende Mutti geht ins Fraueli und deren Söhne in ein normales Basler Gartenbad. Diese baden da oft in Strassenshorts und tragen auch Unterwäsche darunter. Duschend or dem Baden ? Für was ? Man geht ja eh gleich ins Wasser.
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