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Legende: Audio Schule für offenes Lernen fängt Schüler auf, die in der Volksschule leiden abspielen. Laufzeit 05:14 Minuten.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 10.04.2019.
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Neues Bildungsgesetz Kanton Baselland will keine Förderung in Privatschulen

Für einen kleinen Teil der Kinder sei aber eine Privatschule die bessere Lösung, sagen Betroffene.

Derzeit ist der Kanton Basel-Landschaft daran, sein Bildungsgesetz zu revidieren. Dort soll verankert werden, was seit ein paar Jahren praktiziert wird. Primarschüler werden keine mehr in einer Privatschule unterstützt, sagt Marianne Stöckli, Leiterin der Abteilung Sonderpädagogik im Amt für Volksschulen. Die Volksschule habe genug Mittel, um alle Kinder zu fördern.

Was diese Praxis bedeutet, zeigt der Fall von Christine Schneider (Name von der Redaktion geändert) und ihrem 10-jährigem Sohn. Die Mutter führt Tagebuch über seine Schulkarriere. Er habe eine ADHS Diagnose und Schwierigkeiten in den grösseren Klassen der Regelschule. Er werde aggressiv, verhaltensauffällig. Es habe auch nicht geholfen, dass er früher von einer Sozialpädagogin begleitet worden sei. «Ich bin immer falsch», habe ihr Sohn einmal nach der Schule zu ihr gesagt, beschreibt Christine Schneider die Situation.

Mami, ich bin immer falsch.
Autor: 10-jähriger Junge

Da es in der Sonderschule in Reinach keine Plätze gab, hätte der 10-jährige, normal intelligente Junge in einem Kinderheim zur Schule gehen müssen. Dort sind Kinder aus sehr schwierigen familiären Verhältnissen mit grossen Problemen. Weil sie das nicht gewollt habe, habe sie sich für die private «Schule für offenes Lernen» in Liestal entschieden, sagt Christine Schneider. Ihr Sohn sei dort zufrieden und gehe wieder gerne zur Schule. Allerdings könne sie das Schulgeld nur mit Mühe aufbringen, vom Kanton bekomme sie keine Unterstützung.

Eine typische Geschichte

Sie hätten viele Kinder, die in der Regelschule leiden, sagt Bernhard Bonjour, Lehrer an der Schule für offenes Lernen (SOL). Das seien die wenigen Kinder, die an der Volksschule nicht aufgefangen würden. Trotz guter Förderangebote und Möglichkeiten. Er hoffe, dass der Landrat noch eingreife und im Bildungsgesetz auch die Möglichkeit verankere, dass Kinder in Privatschulen gefördert werden können.

Das Problem, gerade mit verhaltensauffälligen Kindern, sagt Marianne Stöckli, werde aber immer grösser. Darum baut der Kanton sein Sonderschulangebot aus. Und schafft doppelt soviele Plätze für verhaltensauffällige Schüler.

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