Zum Inhalt springen

Header

Video
Schweiz aktuell vom 07.01.2020, 19:00
Aus Schweiz aktuell vom 07.01.2020.
abspielen
Inhalt

Nicht mehr kostendeckend Entsorgung von Altpapier und Karton könnte kostenpflichtig werden

Weil die Preise für Altpapier und Karton eingebrochen sind, ist die Entsorgung für Gemeinden nicht mehr kostendeckend. In Basel denkt man deshalb darüber nach, Gebühren zu verlangen.

Papier oder Karton zu entsorgen ist in der Schweiz an den meisten Orten derzeit sehr einfach. Man stellt ein Bündel auf die Strasse, die Gemeinde holt dieses gratis ab und kümmert sich um die Entsorgung. Bisher haben die Kommunen für den Karton oder das Altpapier genügend Geld erhalten um die Kosten für die Abholung zu decken.

Letztes Jahr hatten wir noch 70 Franken pro Tonne erhalten, heute bekommen wir noch 10 Franken .
Autor: Dominik EgliLeiter Stadtreinigung Basel-Stadt

In den letzten Jahren ist der Preis für Altpapier und Karton allerdings eingebrochen. Dominik Egli von der Basler Stadtreinigung rechnet vor: «Letztes Jahr hatten wir noch 70 Franken pro Tonne erhalten, heute bekommen wir noch 10 Franken.»

Damit seien die Kosten heute nicht mehr gedeckt, so Egli. Das Problem: Das Basler Umweltschutzgesetz schreibt aber genau dies vor, nämlich dass die Entsorgung von Abfällen kostendeckend sein muss.

Abfallmarken oder Grundgebühr im Gespräch

Laut Egli ist derzeit nicht mit einer Erholung der Altpapierpreise zu rechnen, weshalb man verschiedene Massnahmen diskutiere. Eine Möglichkeit wäre, dass Abfallmarken auf Altpapier oder Karton geklebt werden müssten. Eine andere Option wäre die Finanzierung über den «Bebbi-Sagg» oder eine Grundgebühr für die Entsorgung.

Dominik Egli von der Basler Stadtreinigung ist sich bewusst, dass diese Massnahmen unpopulär sein dürften, allerdings sagt er: «Das Umweltschutzgesetz fordert die kostendeckende Entsorgung von Abfällen. Wenn wir bei der Einnahmeseite einen derartigen Zusammenbruch haben, müssen wir einen anderen Weg finden, die Einnahmen zu generieren. Und dieser Weg könnte bei den Einwohnerinnen und Einwohnern liegen.»

Vorerst keine Gebühren in Liestal

Auch andere Gemeinden kämpfen mit den eingebrochenen Preisen für Altpapier und Karton. Bei der Stadt Liestal heisst es allerdings auf Anfrage, man habe für das Jahr 2020 einen Preis aushandeln können, der gerade noch die Kosten für die Entsorgung deckt. Wie es in den nächsten Jahren weitergehe, sei noch offen.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

20 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von werner freyler  (Werner Stadler)
    Hauptsache man hat wieder was gefunden um abzukassieren
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Entsorgung von Altpapier und Karton könnte kostenpflichtig werden. Wie stellen sich das die Gemeinden vor. Jeder soll zu Hause das Papier und die Karton wägen und je nach Gewicht dafür bezahlen. So ein Unsinn. Wer hat schon so solche Waagen zu Hause um dies zu tun? Küchenwaagen sind dafür zu klein. Braucht noch viel Erklärung wie das vonstatten gehen soll mit Bezahlung. Persönlich bin ich dagegen. Altpapier und Karton sind nicht Abfall, sondern um Recycling. Ideen für weitere Wiederverwertung?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Urs Stäbler  (Stab)
    Wir bezahlen ja Steuern und sollten durch diese auch eine gewisse Gegenleistung erhalten. Wir zahlen ja schon für die Kehrichtsäcke. Irgendwann ist es wirklich genug.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen