Noch immer Unmut unter Basler Gewerblern wegen Verkehrskonzept

Am 5. Januar 2015 werden in der Basler Innenstadt die letzten Verbotsschilder aufgestellt. Ab dann gilt das neue Zufahrtsregime. Grundsätzlich ist die Innenstadt ab dann autofrei. Ein Teil der Gewerbetreibenden hat damit immer noch Mühe, sagt Patrick Erny vom Basler Gewerbeverband.

Velos und Trams auf Brücke Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Mittlere Brücke ist Teil des Verkehrskonzepts Innenstadt und bald autofrei. Juri Weiss

Rund 50 Gewerbler kamen zum Infoabend der Basler Behörden und des Gewerbeverbandes am Freitagabend. Dieser Info-Anlass fand zum zweiten Mal statt. «Es herrschte eine teilweise emotionale Stimmung», sagt Patrick Erny, Leiter Politik beim Basler Gewerbeverband.

Beim letzten Anlass vor knapp einem Jahr war der Aufmarsch jedoch bedeutend höher. Und auch der Unmut über die geplanten Sperrungen der Zufahrten war dannzumal grösser. Nach der damaligen Veranstaltung ging der Basler Grosse Rat nochmals über die Bücher und kam mit Anpassungen dem Gewerbe entgegen. So wurden beispielsweise die Anlieferungszeiten ausgedehnt.

«  Eine autofreie Innenstadt ist eine Chance für das Basler Gewerbe »

Patrick Erny
Leiter Politik, Basler Gewerbeverband

Dennoch: Grosse Freude über das neue Verkehrsregime Innenstadt kommt beim Basler Gewerbe auch heute nicht auf. «Wir haben für 80 bis 90 Prozent der Gewerbetreibenden eine vernünftige Lösung», sagt Patrick Erny. Die nun vorliegende Lösung sei ein klassischer Kompromiss, bei dem nicht alle zufrieden sein können. Unzufrieden seien insbesondere Betriebe, die direkt betroffen sind wie beispielsweise Handwerksbetriebe in der Sperrzone oder Limousinenservice-Unternehmen.

«Eine autofreie Innenstadt ist aber klar eine Chance für das Basler Gewerbe», ist Erny überzeugt. Er verspricht, das der Gewerbeverband die Umsetzung weiterhin begleiten wird. Komme es zu Problemen, werde man diese mit den zuständigen Behörden besprechen und angehen.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)