Organist Felix Pachlatko: «Die Orgel ist wie ein eigenes Kind»

31 Jahre lang war Felix Pachlatko Organist am Basler Münster. Die Stelle sei für einen Organisten ein Traum gewesen. Nun freut er sich aber weniger Druck zu haben. Als Organist sei man immer ausgestellt. Und die Leute würden immer das Beste erwarten. Dem zu entsprechen sei anstrengend.

Ausschnitt der Orgel des Basler Münster. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mag die Distanz zum Publikum: Organist Felix Pachlatko. Juri Weiss

Felix Pachlatko ist in Winterthur geboren und hat dann in Basel studiert bei seinem Vorgänger am Basler Münster, dem Organisten Eduard Müller.

Die Faszination für die Orgel hat er während des Konfirmandenunterrichts entdeckt. «den Gottesdienst fand ich nicht besonders spannend, auch mit der Predigt konnte ich nicht viel anfangen. Aber an der Orgel sass einer, der glänzend spielte. Und dann habe ich ihn gefragt, ob er mir Unterricht gibt.»

An der Orgel fasziniert ihn die Einheit von Raum und Instrument. Und vor allem die Möglichkeit alles alleine machen zu können. Aber vor allem ein Orchester zu haben, welches man selber spielen kann, «das finde ich noch heute faszinierend.»

Der Traum, der Druck, der Abschied

Die Stelle am Münster sei sein Traum gewesen: Das ist ein Einschnitt im Leben eines Organisten «das vergisst man nicht», sagt Felix Pachlatko gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Das Schönste war, die neue Orgel im Münster planen zu können. Die alte Orgel wurde ersetzt im Zuge einer Innensanierung im Münster. «Das ist der absolute Traum für einen Organisten, so ein grosses Instrument in so einem Raum planen zu können.» Es sei aber nicht einfach, los zulassen: «Die Orgel ist ein bisschen wie ein eigenes Kind.» Leicht fällt Felix Pachlatko der Abschied nicht. Doch freue er sich seine Zeit mehr selber einteilen zu können. Denn als Organist sei er immer unter Druck gewesen, das Beste zu bieten.