Paris will an 3er-Verlängerung nach St. Louis zahlen

Die französische Regierung knüpft ihre Zusage für den Beitrag von rund 4 Millionen Euro aber an die Bedingung, dass die Bauarbeiten vor Ende 2015 beginnen.

Vorbeifahrendes Tram. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit dem Tram über die Grenze: Basel will für die 3er-Verlängerung Druck auf Bern machen. Keystone

Für den Bürgermeister von St. Louis, Jean-Marie Zoellé, ist diese Zusage aus Paris ein gutes Signal. «Nun sind Beiträge gesprochen aus Paris, der Region, dem Département; und auch St. Louis und die umliegenden Gemeinden tragen 10 Millionen Euro zur Tramverlängerung bei!» sagt Maire Zoellé im «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Die Zusage aus Paris löst aber in Basel Kopfzerbrechen aus, weil sie mit einem Baubeginn vor Ende 2015 verknüpft ist. Denn die Finanzierung von schweizer Seite ist noch nicht gesichert. Der Bund stufte diesen Sommer die 3er-Verlängerung im Agglomerationsprogramm zusammen mit anderen Projekten aus der Nordwestschweiz als weniger wichtig ein. Damit würden die nötigen 30 Millionen aus Bern frühestens 2019 in dieses Projekt fliessen.

Für Region hat 3er-Verlängerung Priorität

Zu spät für den geplanten Baubeginn: Basel-Stadt und St. Louis wollen die neue Tramlinie bald haben, um die Pendler auf den öV zu holen. Darum bietet Basel nun einen Deal an: Der Bund soll die 3er-Verlängerung höher einstufen. Basel bietet dafür an, das einzige regionale Tramprojekt, das vom Bund als baureif und wichtig erachtet wird, zurück zu stellen: eine neue Tramverbindung Kleinhüningen-Stücki. Das 3er-Tram sei markant wichtiger, begründet der Leiter des Basler Planungsamts, Martin Sandtner, das ungewöhnliche Angebot. Offen ist nun, ob der Bund darauf eingeht.