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IWB will Grünschnitt zu Pflanzenkohle verarbeiten (Interview mit IWB-Sprecher Reto Müller)
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 28.10.2019.
abspielen. Laufzeit 03:43 Minuten.
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Pilotprojekt in Basel IWB wollen Kohle produzieren, um das Klima zu retten

Die Basler Energieversorgerin will in einer Pyrolyse-Anlage aus Grüngut Pflanzenkohle herstellen und damit nicht nur Wärme erzeugen, sondern auch CO2 binden.

Die Industriellen Werke Basel (IWB) planen in Kleinhüningen den Bau einer Pyrolyse-Anlage. Mit der Produktionsanlage soll nicht nur Wärme erzeugt, sondern gleichzeitig langfristig CO2 gespeichert werden. Die IWB betonen darum, in dieser Anlage werde nicht nur klimaneutrale, sondern sogar klimapositive Wärme produziert.

Pionierrolle der IWB

Bei der neuen Anlage handelt es sich gemäss IWB-Sprecher Reto Müller um ein Pilotprojekt: «Wir sind in der Schweiz, ja wohl sogar in ganz Westeuropa der erste Energieversorger, der so eine Anlage baut.»

Das Prinzip der Anlage sei einfach: Unter Ausschluss von Sauerstoff werde bisher ungenutztes, minderwertiges Grüngut verbrannt. Die dabei entstehende Pflanzenkohle speichere CO2, welches damit dem Kreislauf entzogen werde. Die Kohle könne in der Landwirtschaft zur Verbesserung der Bodenqualität eingesetzt werden.

Wärme für 300 Haushalte

Die Anlage soll ab dem Winter 2020/21 Wärme für 300 Basler Haushalte erzeugen und dabei 570 Tonnen Pflanzenkohle pro Jahr produzieren. Jährlich würden der Atmosphäre damit rund 1500 Tonnen CO2 entzogen. Die IWB investieren nach eigenen Angaben einen «mittleren einstelligen Millionenbetrag» in die Pyrolyse-Anlage.

Grafik beschreibt den Kreislauf bei der Pyrolyse
Legende: Der Kreislauf in der Pyrolyse IWB/Heiner Schaufelberger
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21 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Müller  (PeRoMu)
    Ich ärgere mich immer ganz besonders, wenn sich Energieversorger, die ihre Kunden grösstenteils nach wie vor im Monopol gefangen halten und sie bei satten Monopolrenten mit Energie versorgen, eine neue Spielwiese zulegen, um dort irgendwelche Spielereien zu veranstalten. Mit Verlaub! Derartige Spielereien wie die Pyrolyse-Anlage der IWB sind reine Augenwischerei und erreichen aufgrund ihrer Kosten nie und nimmer die Serienreife. Solcher Unsinn müsste einem Monopolisten verboten werden!
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  • Kommentar von Pascal Moser  ("Die Welt ist zum Verändern, nicht zum Ertragen da.")
    Mann muss man sagen, dass dies ausserordentlich gute Neuigkeiten sind! Die Technologie der Pyrolyse ist zwar etwas unglaublich altes aber in dieser neuen Umsetzung sicher ein Meilenstein. Man muss sagen, dass die Kohle zuerst angereichert (z.B. im Kompost) Nährstoffe binden kann, weiter hilft die Kohle im Erdreich Wasser zu speichern und die Erdschicht aufzulockern. Alles hilft dem Pflanzenwachstum. Eine Person aus der Permakultur wäre hier die Fachperson um dies zu ergänzen.
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    1. Antwort von Pascal Moser  ("Die Welt ist zum Verändern, nicht zum Ertragen da.")
      Man muss sagen... wollte ich natürlich schreiben. Besser wäre natürlich eine neutralerer Befriff gewesen. Diese Pyrolyse-Anlage ist einfach eine tolle Sache. Etwas, dass Frau und Mann und überhaupt allen etwas Hoffnung machen kann!
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  • Kommentar von Dani Keller  (¯\_(ツ)_/¯ ____)
    In Flaach ist seit Mai 2019 eine Pyrolyse Anlage in Betrieb.
    Würde mich interessieren wir die Erfahrungen der ersten Monate waren.
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