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Mit Nationalrätin Silvia Schenker schert ausgerechnet eine der linkeren SP-Exponentinnen aus der Partei aus.
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Pro Spitalfusion «Auch aus linker Sicht kann man bestens Ja sagen»

Die SP Basel will von der Spitalfusion nichts wissen. Ausgerechnet ihre linke Vertreterin im Nationalrat, Silvia Schenker, ist aber dafür.

Ihr Ja zur Spitalfusion habe sicher auch damit zu tun, dass sie seit 7 Jahren im Verwaltungsrat des Unispitals sitzt. «Da sieht man tief ins Geschäft hinein», sagt Silvia Schenker. Sie sehe deshalb, wie die Privatspitäler immer mehr den öffentlichen Krankenhäusern Patienten abjagten. Als Linke gefalle ihr das nicht. «Privatspitäler kümmern sich um die lukrativen und einfacheren Fälle, die Komplizierten überlassen sie den öffentlichen Spitälern.» Weil der Markt so funktioniere, engagiert sich Schenker für eine Stärkung der öffentlichen Spitäler. «Das geht am besten, wenn sich die Spitäler von Basel und Baselland zusammenschliessen». Das sei die beste Garantie, dass die Uniklinik genügend Fallzahlen aufweise und überleben könne. Sei das nicht mehr der Fall, dann sei die Uniklinik gefährdet.

Für komplizierte Fälle nach Zürich und Bern ?

Man könne sich tatsächlich fragen, ob Basel eine eigene Uniklinik brauche. In andern Länder fahren die Leute für schwere Eingriffe auch in ein Krankenhaus, das 100 und mehr Kilometer vom Wohnort entfernt ist. Wer aber krank sei, dem möchte sie ersparen, nach Zürich oder Bern gehen zu müssen, fernab der Familie und des gewohnten Wohnortes.

Keine Privatisierung

Ihre Partei, die SP, wehrt sich besonders dagegen, dass im Falle eines Ja die Spitäler der beiden Kantone in eine Aktiengesellschaft eingebracht werden. «Das ist richtig. Aber es ist vorgesorgt. Diese AG darf nur gemeinnützige Institutionen in die AG aufnehmen», sagt Schenker. Eine Fusion mit einem Privatspital sei daher nicht möglich. Erst nach Ablauf von 15 Jahren sei dies allenfalls möglich. Das sagt auch ihre Partei, die SP. Was in 15 Jahren sein werde, wisse niemand. Daher könne sie mit gutem Gewissen Ja zur Fusion sagen.

Kantonale Zusammenarbeit immer mehr gefragt

Als Nationalrätin kann sie beobachten, wie von den Kantonen immer mehr erwartet wird, dass sie mehr zusammenarbeiten, um bessere und günstigere Dienstleistungen erbringen zu können. «Es wird noch andere Geschäfte geben, wo die beiden Basel zusammenrücken müssen. Welche Botschaft sendet Basel-Stadt aber aus, wenn er Nein zur Fusion sagt, Baselland aber Ja?», fragt Schenker besorgt.

Auch wenn sie im linken Lager in Basel ziemlich alleine für ein Ja kämpft - aufgeben will sie nicht.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Bruno Schelker  (4435Lord)
    Fusionieren ???
    Wenn das Wissen ausgetauscht wird "Ja" ???
    Wenn ARBEITSPLAETZE abgebaut werden NEIN !!!
    Das Wort "Fusion" hat für mich einen bitteren Nachgeschmack.
    Keine Arbeitsplätze werden abgebaut wurde uns versprochen. Nach ca. einem Jahr wurden Arbeitsplätze gestrichen, trotz versprechen.

    Wären Einsparungen in der Verwaltung der Krankenkasse auch möglich, ich glaube ja.
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