Psychiatrie BL öffnet sich Bevölkerung mit dreitägigem Fest

Der Geschäftsführer und langjährige Leiter der Psychiatrie Baselland, Hans-Peter Ulmann, erklärt im Interview, das Volksfest habe das Ziel, der Bevölkerung die Psychiatrie näher zu bringen. Damit könne man auch Vorbehalte und Vorurteile zu psychischen Krankheiten abbauen.

Portraitbild von CEO Ulmann, im Hintergrund das 1974 gebaute Hauptgebäude Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hans-Peter Ulmann, CEO der Psychiatrie Baselland vor dem Hauptgebäude SRF

Mit einem dreitägigen Fest lädt die Psychiatrie Baselland in Liestal die Bevölkerung zu einem Besuch aufs etwas abgelegen liegende Klinik-Gelände ein. Anlass ist der 160. Geburtstag der ersten Institution in Liestal, die auch psychisch Kranke aufnahme, der «Pfrund». Und 80 Jahre ist es her, seit die eigentlich erste Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie gegründet wurde.

Die beiden Jubiläen bieten der Klinikleitung einen willkommenen Anlass, um in der Bevölkerung Schwellenängste abzubauen. CEO Hans-Peter Ulmann sagt im Gespräch, Vorbehalte gegenüber psychischen Krankheiten hätten in den letzten Jahr immer mehr abgebaut werden können, «Mit unserem Fest möchten wir weiter daran arbeiten, der Bevölkerung die Psychiatrie näher zu bringen.»

Kleines Fesstzelt vor einer Totalansicht des Psychiatrie-Gebäudes von 1934. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Erst nachmittags belebt sich das Festgelände vor dem Bau aus dem Jahre 1934. SRF

Es sei auch nicht das Ziel, mit dieser Öffentlichkeitsarbeit anderen Kliniken, etwa den Basler Psychiatrischen Kliniken, UPK, Patientinnen und Patienten «abzuwerben.» Für die Wahl des Behandlungsorts sei die medizinische Qualität massgäblich. Darum arbeite man auch mit den UPK von Basel-Stadt zusammen - und wolle die Zusammenarbeit weiter verstärken.

(Regionaljournal Basel, 17:30)