Qualität des Basler Trinkwassers Thema im Parlament

Der Basler Grosse Rat genehmigte den Leistungsauftrag der IWB ohne Gegenstimme. Die Linke nutzte die Debatte aber, um ihren Sorgen über die Qualität des Trinkwassers Ausdruck zu verleihen.

Hand hält Glas unter Wasserhahn und füllt es. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die meisten trinken das Wasser aus dem Hahn bedenkenlos, auch in Basel. Keystone

Der Basler Grosse Rat hat am Mittwochmorgen den Leistungsauftrag der Industriellen Werke Basel (IWB) für die Jahre 2015 bis 2018 ohne Gegenstimme angenommen. Der Leistungsauftrag gibt unter anderem die strategische Ausrichtung der IWB vor. Die IWB gehen für die kommenden vier Jahre von einem Investitionsvolumen von gesamthaft 787 Millionen Franken aus.

Da die Investitionen nicht voll selber finanziert werden können, sinkt die Eigenkapitalquote von 60 Prozent auf rund 55 Prozent - die gesetzliche Untergrenze liegt bei 40 Prozent. Ab 2019 wird mit wieder steigender Quote gerechnet.

Trinkwasser dominiert die Debatte

Der Abstimmung voraus gegangen war eine Debatte zum Trinkwasser. Lanciert hatte diese Michael Wüthrich. Der grüne Grossrat warf den IWB vor, beim Trinkwasser nicht genügend genau genau hinzusehen: «Die IWB finden gewisse Stoffe nicht, Sie sagen einfach, diese seien gar nicht vorhanden», sagte Wüthrich. Und damit habe das Grüne Bündnis «echt ein Problem». Die IWB würden beim sogenannten Screening einen zu hohen Grenzwert ansetzen, so Wüthrichs Kritik.

CVP-Grossrat Remo Gallachi entgegnete, es werde in dieser Debatte etwas «dramatisiert und hochgespielt, wie wenn wir Gefahr laufen würden, morgen wäre das Trinkwasser nicht mehr geniessbar.» Dabei gingen doch die meisten abends nach Hause und würden Spaghetti kochen mit dem Trinkwasser in Basel, oder sich einen Tee machen - und zwar ohne Bedenken.

(Regionaljournal Basel, 12:03 Uhr)