Regierung will Subventionen fürs Theater Basel kürzen

Das Theater Basel erhält voraussichtlich ab 2019 weniger Geld. Dann verhandeln Kanton und Theater die neue Subventionsperiode. Offenbar gedenkt die Regierung, das zusätzliche Geld, das sie der Kaserne geben will, zumindest teilweise beim Theater Basel zu kompensieren.

Theaeter Basel von aussen, respektive der Schriftzug "Billetkasse" am Haus und ein Pfeil, der die Richtung weist. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Theater Basel muss voraussichtlich mit weniger Geld auskommen. Keystone

  • Auslöser war die Kaserne, die jährlich 500'000 Franken mehr erhalten soll
  • Der Zusatzbetrag für die Kaserne soll laut der Basler Regierung «teilweise beim Theater Basel kompensiert werden»
  • Das Theater wehrt sich gegen Kürzungen.

Nach einer ersten Saison des neuen Intendanten Andreas Beck kommt bereits die schlechte Nachricht des Kantons - nicht offen, sondern geradezu versteckt: Nachdem bekannt wurde, dass die Regierung der Kaserne künftig mehr Geld geben will, fragte Grossrat Christian Moesch (FDP) nach, ob und wo die Regierung diesen Betrag kompensieren wolle. Die Antwort: «Der Regierungsrat hat beschlossen, dass der Betrag von jährlich 500'000 Franken ab Budget 2019 teilweise beim Theater Basel kompensiert werden soll.»

Eine Antwort, die Christian Moesch überhaupt nicht zufrieden stellt, zumal man weder wisse, um wie viele Franken es sich bei der Formulierung «teilweise beim Theater Basel» handelt, noch welche weiteren Institutionen bluten müssen, so Moesch.

Auch die grossrätlichen Bildungs- und Kulturkommission (BKK), die den Vorschlag der Regierung beriet, wusste damals noch nicht, wo das Zusatzgeld für die Kaserne kompensiert werden soll. «Die BKK bedauert, diese Information trotz Nachfrage erst nach der Berichtsberatung erhalten zu haben», schreibt sie in ihrem Bericht.

Kommissionssprecher Martin Lüchinger (SP) kann zur Höhe des Betrags denn auch nur Vermutungen anstellen. «Aber es wird sich wohl um einen namhaften Betrag handeln, sonst stünde das ja nicht so in der Antwort der Regierung auf Christian Moeschs Vorstoss.»

Wie hoch dieser «namhafte Betrag» ist, ist offen.

(Regionaljournal Basel, 06:32 Uhr)