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Christine Kaufmann, Gemeinderätin in Riehen und Regierungsratskandidatin für die EVP
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 25.06.2020.
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Regierungsratswahlen 2020 «Ich bin wirklich unabhängig»

EVP-Regierungskandidatin Christine Kaufmann will mit ihrer Exekutiverfahrung und ihrer Unabhängigkeit im Wahlkampf punkten.

Die häufigste Frage, die EVP-Kandidatin Christine Kaufmann (51) heute am Tag der Bekanntgabe ihrer Regierungskandidatur beantworten muss, ist diejenige nach der Ernsthaftigkeit ihrer Kandidatur. Tritt sie letztlich nur als Wahllokomotive ihrer Partei für die Grossratswahlen an? Denn die EVP verfügt in Basel je nach Zählart nur über einen Wähleranteil zwischen zwei und vier Prozent. Rein rechnerisch bräuchte eine Partei aber über 14 Prozent, um einen Anspruch auf einen Regierungssitz zu haben. Doch Christine Kaufmann beteuert: «Meine Kandidatur ist absolut ernstgemeint. Ich bin nicht einfach nur Wahllokomotive. Sonst hätte ich mich nicht darauf eingelassen.»

Christine Kaufmann

Christine Kaufmann

EVP-Regierungsratskandidatin

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Christine Kaufmann ist ausgebildete Tierärztin und arbeitet im Moment beim Amt für Sozialbeiträge. Sie sitzt seit sechs Jahren im Riehener Gemeinderat und war davor Mitglied des Grossen Rats und des Einwohnerrats Riehen.

SRF: Christine Kaufmann, warum wollen Sie in die Regierung?

Christine Kaufmann: Politik ist ein Teil meines Lebens seit vielen Jahren und ich mache das immer noch mit Freude und Leidenschaft. Ich übe auch sehr gerne das Exekutivamt als Gemeinderätin in Riehen aus. Regierungsrätin wäre noch einmal eine ganz neue Herausforderung. Ich sehe im Kanton Basel-Stadt auch Handlungsfelder, für welche ich Verbesserungs-Ideen hätte.

Was wollen Sie den ändern?

Ich möchte die Stadtentwicklung anders angehen. Ich möchte darauf setzen, dass die Stadt viel besser durchgrünt wird. Es gibt im Umweltbereich einiges anzupacken, so gibt es zum Beispiel keine Grünabfuhr. Das müsste man dringend ändern. Es ist ein Sportanlagekonzept vorgelegt worden, aber das wird nicht umgesetzt, wenn neue Siedlungsgebiet geplant werden. Auch beim Energiegesetz muss man jetzt Geld in die Hand nehmen und antizyklisch handeln.

Wenn man den Wähleranteil ihrer Partei heranzieht - zwischen zwei und vier Prozent - so reicht das nie und nimmer für einen Regierungssitz.

Wenn man es nur so betrachtet, ja, aber Regierungsratswahlen sind Personenwahlen, deshalb kann man nicht nur die Prozentzahlen heranziehen.

Man kann trotzdem zum Schluss kommen: Ihre Kandidatur ist eine Wahlkampflokomotive für die Grossratswahlen Ihrer Partei.

Das stimmt so nicht. Es kann sicher eine Plattform sein für die EVP, aber meine Kandidatur ist absolut ernst gemeint. Das ist nicht einfach nur eine Wahlkampflokomotive, sonst hätte ich mich sicher nicht darauf eingelassen.

Es treten noch einige andere Kandidatinnen und Kandidaten für dei Basler Regierung an. Worin unterscheiden Sie sich von der Konkurrenz?

Zum einen durch meinen sehr gut gefüllten Rucksack, den ich mitbringe und es ist die Kandidatur aus der Mitte von einer wirklich unabhängigen Partei, die nicht in einem Block eingebunden ist, die weder mit dem Gewerbeverband noch mit den Gewerkschaften verbandelt ist.

Sie sind bei der EVP. In welchen politischen Fragen bestimmt Ihr Glaube Ihre politische Haltung?

Für mich sind politische Entscheidungen meistens mit Gewissensfragen verknüpft.

Zum Beispiel?

Bei sozialen Fragen. Da geht es immer darum, dass man nicht nur Zahlen betrachtet, sondern sich immer fragt, was bedeutet dies für betroffene Menschen.

Sie sagen, Sie seien wirklich in der Mitte, traten bei den letzten Wahlen in Riehen aber mit den Sozialdemokraten und den Grünen an. Sie sind gegen Waffenexporte. Sind Sie wirklich in der Mitte? Sind Sie nicht links?

Meine persönliche Haltung hat sicher einen linken Einschlag. Aber dies ist, wenn man aus der EVP kommt und auf ethischen Grundlagen politisiert und soziale Verantwortung und Verantwortung gegenüber der Umwelt wahrnimmt, fast unabdingbar.

Das Interview führte Georg Halter.

Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr

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