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Regierungswahlen «Thomas de Courten würde dem Baselbiet mehr schaden als nutzen»

Die Präsidentin der Baselbieter CVP, Brigitte Müller-Kaderli, will den SVP-Regierungskandidaten nicht unterstützen.

Am Donnerstagabend nominierte die Baselbieter SVP ihre Kandidaten für die kommenden Regierungswahlen. Neben dem Bisherigen Thomas Weber schaffte es - wie erwartet - auch Nationalrat Thomas de Courten auf die Liste. De Courten war in der internen Ausmarchung der einzige verbliebene Anwärter. Und die Parteimitglieder sprachen sich quasi einstimmig - bei nur einer Enthaltung - für seine Nominierung aus.

«Hardliner und SVP-Soldat»

Während die SVP-Mitglieder also geschlossen hinter ihren Kandidaten stehen, sind die traditionellen Bündnispartner der SVP gegenüber der Kandidatur de Courtens skeptischer. Namentlich in der CVP gibt es Vorbehalte. «Für die grosse Mehrheit unserer Mitglieder ist Thomas de Courten ein zu grosser Hardliner und zu sehr SVP-Soldat. Mit seinen extremen Positionen würde er dem Baselbiet mehr schaden als nutzen», sagt CVP-Präsidentin Brigitte Müller-Kaderli.

Auch sie selber werde de Courten nicht wählen. «Ich muss ehrlich gestehen, dass alles, was ich bis jetzt von ihm gesehen oder gehört habe, mich nicht überzeugt hat», sagt Müller-Kaderli. Sie bezweifelt zudem, dass de Courten als Regierungsrat seine Rolle als Parteipolitiker ablegen und einzig im Interesse des Baselbiets handeln könnte.

Paul Hofer, Präsident der FDP, dem anderen bürgerlichen Bündnispartner, äussert sich vorsichtiger. Es gebe auch bei den Freisinnigen Vorbehalte gegenüber de Courten, «aber wenn es dann darum geht, den Wahlzettel auszufüllen, wird das Argument, bürgerlich zu stimmen, wohl überwiegen.»

Für diese These spricht, dass sich die Mitglieder der FDP am Donnerstagabend mit grosser Mehrheit dafür ausgesprochen haben, das unabhängige Komitee der vier bürgerlichen Regierungratskandidaten zu unterstützen - neben den beiden SVP-Vertretern sind das die Bisherigen Anton Lauber (CVP) und Monica Gschwind (FDP). Die CVP schert dagegen aus. Einzelpersonen könnten dem Komitee zwar beitreten, sagt Müller-Kaderli, als Partei werde man dies aber nicht tun.

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