Reinach will beim Schulhausbau neue Wege gehen

Neu will Reinach die 3.-5. Primarschule in einem zentralen Schulgebäude zusammenfassen. Für die Schüler und Schülerinnen aus dem Norden Reinachs bedeutet dies ein längerer Schulweg.

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Bildlegende: Vielleicht haben Reinacher Primarschüler bald einen längeren Schulweg. Keystone

Der Reinacher Gemeinderat will im Zentrum des Dorfes ein neues Schulhaus bauen: das «Schul- und Musikzentrum Weihermatten». Im Gegenzug will er das Quartierschulhaus Surbaum aufgeben. Die Schülerinnen und Schüler des Surbaum-Schulhauses sollen auf das Schulhaus Reinacherhof (1. & 2. Klasse) und das neue Schulzentrum Weihermatten verteilt werden (3. bis 5. Klasse). Für die grösseren Primarschüler aus dem Norden Reinachs würde dies ein längerer Schulweg bedeuten. «Wir sind uns dessen bewusst», sagte der Reinacher Gemeindepräsident Urs Hintermann am Mittwoch gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. «Aber die Schulwege sind zumutbar, auch für Kinder in der 3. Klasse. Sie entsprechen den gesetzlichen Vorgaben.»

Langer Schulweg

Gegen die mögliche Schliessung des Schulhauses «Surbaum» regt sich indessen bereits Widerstand. Cornelia Wartenweiler vom Quartierverein Reinach Nord rechnete dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF vor, wie lange diese Schulwege dauern könnten: «Im Winter, wenn die Kinder nicht mit dem Velo zur Schule fahren können, dauert der Schulweg im schlechtesten Falle bis zu einer Stunde.»

Interesse am Dialog

Diese Kritik an seinem neuen Projekt scheut der Gemeinderat nicht. Er lädt die interessierten Kreise am Samstagmorgen zu einem Workshop ein. «Wir versprechen uns davon eine breitere Abstützung des Projekts», sagte Urs Hintermann. «Zudem hören wir uns gerne andere Vorschläge an. Es könnte ja sein, dass wir etwas vergessen haben.»

Für das Schulzentrum Weiermatten würde die Gemeinde 64 Millionen Franken ausgeben. Müssten die alten Schulhäuser alle saniert werden, wie dies der Gemeinderat zuerst vorsah, würde dies laut Hintermann über 80 Millionen Franken kosten.