Gewerbe Riehen wartet weiter auf die erste Gewerbezone

Ab 2017 hat Riehen einen neuen Zonenplan. Die Gemeinde sichert sich ihre Grünflächen, das Gewerbe hat noch das Nachsehen. Und das ärgert den Präsidenten des Handels- und Gewerbevereins Riehen.

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Bildlegende: Das laute Gewerbe hat in Basel-Stadt immer weniger Platz, beklagen die Betroffenen. Keystone

Das Basler Bau- und Verkehrsdepartement hat kurz vor Weihnachten die Zonenplanrevision der Gemeinde Riehen genehmigt. Sie tritt nun am 1. Januar 2017 in Kraft. Davon ausgenommen sind wenige Parzellen, bei welchen Einsprachen beim Basler Verwaltungsgericht hängig sind.

Gewerbeverband erwartet rasche Umsetzung

Eine Einsprache ist gegen die geplante Arbeitszone eingegangen - ein Gebiet beim Friedhof Hörnli, das für das Gewerbe vorgesehen ist. Dass die Arbeitszone, welche 6770 Quadratmeter gross werden soll, noch nicht im neuen Zonenplan feststeht, ärgert Daniel Hettich, den Präsident des Gewerbeverband Riehen.

Er befürchtet, dass die Gemeinde die Schaffung der Arbeitszone verzögert. In einer Medienmitteilung schreibt er: «Der Vorstand des Gewerbevereins ist über die Situation enttäuscht, wird doch dem Riehener Gewerbe seit Jahrzehnten ein Gewerbegebiet versprochen.»

Kopfschütteln bei der Gemeinde

Bei der Gemeinde hat man wenig Verständnis für die Aussagen Hettichs. Die Gemeinde wolle auch eine Arbeitszone, sagt der zuständige Gemeinderat Daniel Albietz: «Wir unternahmen und unternehmen alles dafür», so Albietz. Zurzeit könne die Gemeinde die Arbeitszone aber nicht in den Zonenplan aufnehmen, da das Basler Verwaltungsgericht noch über die Einsprachen befinden müsse. Er rechnet mit einem Entscheid bis im Frühjahr des 2017.