Roche-Turm: Polizei bei der Gewerkschaft Unia

Offenbar befürchtete Roche, die Gewerkschaft Unia könnte mit einer Protestaktion die Eröffnung des Roche-Turms stören. Jedenfalls erhielt die Gewerkschaft Besuch der Polizei, diese habe die Gewerkschaft über ihre Demonstrationsrechte und -pflichten aufgeklärt.

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Bildlegende: Die Polizei klärte die Gewerkschaft über ihre Demonstrationsrechte auf. Keystone

Während Roche Prominente zur Eröffnung des Turms zu Besuch hatte, bekam auch die Gewerkschaft Unia Besuch, allerdings nicht von Prominenten, sondern von der Polizei. Offenbar befürchteten die Verwantwortlichen, die Gewerkschaft könnte die feierliche Eröffnung mit einer Protestaktion stören.

Hansueli Scheidegger, Co-Leiter der Unia Nordwestschweiz bestätigt den Besuch der Polizei: «Offenbar befüchtete man eine Protestaktion der Unia. Deshalb kam die Polizei bei uns vorbei und wollte uns die Rechte und Plfichten von Organisationen erklären.»

Die Gewerkschaft hatte vor rund einem Jahr, einen Lohndumpingfall der Fassadenbauer publik gemacht. Dieser Fall sei bis heute nicht abgeschlossen. Bis heute hätten die polnischen Arbeiter das Geld, das ihnen zustehe, nicht oder nur zu einem sehr kleinen Teil erhalten. Die Gewerkschaft habe jetzt einen externen Anwalt eingeschaltet und es sei «durchaus möglich, dass wir am Schluss eine Klage gegen Roche einreichen müssen», sagt Scheidegger.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)