Roger Brennwald will Rafael Nadal nicht nachtrauern

Der Direktor des Basler Tennisturniers Swiss Indoors ist zwar enttäuscht über die Absage der Weltnummer 1. Er sagt jedoch: «Unser Turnier lebt nicht von einem einzigen Spieler, sondern von 32 Weltklassespielern.»

Roger Brennwald, Turnierdirektor der Swiss Indoors. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Turnierdirektor Roger Brennwald freut sich auf die diesjährigen Swiss Indoors. Keystone

Roger Brennwald hatte am Freitag, kurz vor dem Start der Swiss Indoors, eine Hiobsbotschaft zu verdauen. Das Aushängeschild des Turniers, der Spanier Rafael Nadal, warf das Handtuch. Der beste Tennisspieler der Welt verzichtet auf einen Start in Basel, weil er sich ausgelaugt fühlt.

«Enttäuscht, traurig, aber auch gelassen und gefasst» - so beschreibt Roger Brennwald seine Gefühlslage nach der Absage von Rafael Nadal. Im Interview mit dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF erklärt der Basler Turnierdirektor, dass er sich Absagen in letzter Minute gewohnt sei. «Früher habe ich mich jeweils hinterfragt nach der Absage des Aushängeschild. Heute weiss ich, dass dies nicht in der Macht des Veranstalters steht.»

«Bewusst sein, dass das Turnier nicht von einem einzigen Spieler lebt»

Dass das Turnier nun ohne sein Aushängeschild Rafael Nadal auskommen muss, sei «keine Situation, die wir uns wünschen». Roger Brennwald betont jedoch: «Man muss sich bewusst sein, dass das Turnier nicht von einem einzigen Spieler lebt, sondern von 32 Weltklasse-Spielern.» Das Männertennis sei derzeit so faszinierend, weil das Niveau an der gesamten Weltspitze hoch sei.

Mit der Absage von Rafael Nadal rückt an den Swiss Indoors nun wieder Roger Federer in den Mittelpunkt. Zwischen ihm und Turnierdirektor Brennwald gab es zuletzt etliche Misstöne. Finanziell wurden sich beide Parteien nicht einig, so dass Federer nun ohne Antrittsgage in Basel spielt.

Roger Brennwald meint zu diesem Thema: «Ich hatte nie ein schlechtes Verhältnis zu Roger Federer. Aber wenn wir keine Einigung finden zu seinem Manager, dann kann das da und dort falsch verstanden werden.» Für ihn sei die ganze Sache gegessen: «Wir sind im Reinen - und ich glaube nicht, dass es Anlass gibt, sich zu diesem Thema weiter zu äussern.»