Öffentlicher Verkehr Sabine Pegoraro krebst bei Sparplänen um U-Abo zurück

Die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektorin Sabine Pegoraro will ihren Gegenvorschlag zur Initiative «Ja zum U-Abo» zurückziehen. Damit wären die Sparpläne vom Tisch. Im Gegenzug sollen die Initianten ihre Initiative beerdigen.

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Bildlegende: Sabine Pegoraro hat dem Initiativkomitee einen Vorschlag unterbreitet. Keystone

Dieter Leutwyler, Mediensprecher der Bau- und Verkehrsdirektion bestätigt den Bericht der «Basellandschaftlichen Zeitung», dass es zwischen Pegoraro und dem Initiativkomitee Gespräche gibt.

Grund dafür sei die Situation mit den Trägerkantonen des Tarifverbund Nordwestschweiz TNW, die das U-Abo subventionieren. «Die Kantone haben klar signalisiert, dass sie die Subventionen nicht ändern wollen», so Leutwyler. Damit sei auch ausgeschlossen, dass Baselland seine Subventionen kürzen kann. Pegoraro habe deswegen Kontakt mit dem Initativkomitee aufgenommen.

Rückzug der Initiative noch ungewiss

Sie schlägt vor, dass die Regierung ihrerseits den Gegenvorschlag zur Initiative zurückziehe. Dieser sieht vor, dass nur noch die Jugendlichen von einer Subventionierung profitieren. Auf der anderen Seite soll das Komitee die Initiative zurückziehen.

Lukas Ott, Stadtpräsident von Liestal und Präsident des Komitees, will sich zu diesem Deal noch nicht äussern. Zuerst müsse man Gespräche führen. Er freue sich aber über das Angebot: «Die Regierung hat erkannt, dass ihre Sparpläne in doppelter Hinsicht keinen Sinn mehr machen. Die Trägerkantone sind dagegen und die Initiative wäre beim Volk wohl sehr gut angekommen», meint Ott.