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Legende: Audio Wildpflanzen wie Klatschmohn und Kornblumen sollen auch in Basel häufiger werden. abspielen. Laufzeit 02:42 Minuten.
02:42 min, aus Regionaljournal Basel Baselland vom 03.06.2019.
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Samen per Post Bevölkerung soll Wildblumen säen und Artenvielfalt ernten

Die Stadtgärtnerei will Basel grüner und bunter machen, mit Hilfe der Bevölkerung.

Das Projekt heisst «Grüne Post»: Wer sich registriert, Link öffnet in einem neuen Fenster, bekommt per Post eine Tüte mit Samen nach Hause geschickt. Es sind Samen von Wildblumen, etwa Kornblumen, Wiesensalbei oder Wegwarten.

Diese Samen sollen die Leute irgendwo in der Stadt säen, wo es offenen Boden gibt, wie Yvonne Aellen von der Stadtgärtnerei Basel sagt: «Das kann zuhause in einem Blumentopf sein, aber auch in der Stadt, etwa in eine Baum-Rabatte.»

Ähnliches Projekt in Zürich

In Zürich hat man schon Erfahrungen mit einem ähnlichen, aber doch anderen Projekt gesammelt. Wer wollte, konnte eine Pflanzenkiste aufstellen, ohne selbst etwas zu säen. Die Idee: Überlässt man ein Stück unbedeckten Boden sich selbst, beginnt es auch in der Stadt schon bald zu spriessen. Allerdings wächst dann oft auch Unkraut. Das müsste aber nicht sein, erklärt Christoph Küffer, Professor für Siedlungsökologie und Privatdozent an der ETH, der das Projekt begleitet hat: «Wenn Unkraut wächst, dann auch deshalb, weil in nächster Nähe keine einheimische Wildpflanzen wachsen, die sich verbreiten könnten», sagt er.

Wildpflanzen bringen Tiere zurück in die Stadt

Wolle man eine Stadt wirklich begrünen, dann würden einzelne grüne Oasen wenig helfen. Es brauche so etwas wie ein Netzwerk, indem sich Pflanzen wortwörtlich gegenseitig befruchten würden. Dann entstehe auch für Tier ein Lebensraum und davon würden am Ende auch Menschen profitieren. Heute werde entschieden, wie die Schweizer Städte in zwanzig Jahren aussehen würden: «Entweder sind die Städte dann tot und wir haben gesundheitliche Probleme, weil es zum Beispiel zu heiss wird oder wir leben in Städten mit vielen Tieren zusammen.»

Die einzelnen Vegetationsflecken in der Stadt sind nämlich vernetzt: Was an einem Ort wächst, beeinflusst, welche Samen an einem anderen Ort auf den Boden regnen und dort keimen können.

Rikscha fahren und Bäume pflanzen

Die «Grüne Post» ist die erste vom mehreren Aktionen. Im Spätsommer soll es für Seniorinnen und Senioren gratis Rikschafahrten ins Grüne geben. Und im Herbst sollen erste Klassen der Primarschulen bei Baumplanzungen mithelfen können.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Marianne Känzig  (Marianne Känzig)
    Ja und Nein, Herr Amthauer.
    Es ist vor alkem auch wichtig, dass die Wildstaude Akzeptanz in den noch immer recht schweizerisch gepflegten Gärten findet. Ich wohne im dritten Stock. Ich bin die Einzige, die Blumen auf dem Balkon hat. Ca 1 m2. Und die Tierchen finden diese Blumen. Es ist unglaublich. Und die Menschen sehen, wie schön ein Pippau sein kann.
    Ist auch wichtig. Ganz bestimmt.
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  • Kommentar von Peter Amthauer  (Peter.A)
    Ist das wirklich so? Ein paar Wildblumen bringen Biodiversität? Glaube ich nicht. Hierzu braucht es sicher auch noch stehende Gewässer und unbewirtschafteten Boden.
    MfG
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  • Kommentar von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
    Zürich, Lausanne, viele Städte in der Welt und nun auch Basel setzen alles daran ihre Stadt wieder dem Leben zu übergeben und stoppen die katastrophale Versiegelung. Auch wenns erst kleine Schritte sind. Ich gratuliere allen Städten die solche Projekte lancieren und sage auch danke dass sie ganz pragmatisch einen grossen Beitrag zum erhalt der Biodiversität leisten. St. Gallen zum Beispiel ist da gerade andesrum. Wo immer möglich wird immer noch mehr und noch dichter versiegelt.
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