Schmutziges Wasser in Bubendorf: Rero ist schuld

Zum zweiten Mal innert Kürze wurde eine giftige Substanz ins Abwasser geleitet. Die ARA Frenke 2 wurde aus diesem Grund abgeschaltet. Das bedeutet: Bubendorf wird mit einer Notwasserleitung versorgt.

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Trinkwasserpumpen stillgelegt

1:05 min, aus Schweiz aktuell vom 20.2.2015

In der Kläranlage Frenke 2 wurden Schadstoffe festgestellt, die das Grundwasser verschmutzen könnten. Aus diesem Grund wurden die beiden Pumpen in Bubendorf abgestellt.

Das bedeutet: Bubendorf wird, wie auch schon Ende Januar, mit einer Notwasserleitung versorgt, die von Ziefen nach Bubendorf verlegt wird. Das teilt die Baselbieter Umweltschutzdirektion mit. «Vor Mitte nächster Woche können wir nicht sagen, ob das Grund- und Trinkwasser sauber ist», sagt Dieter Leutwyler, der Sprecher der Bau- und Umweltschutzdirektion.

Das Trinkwasser in Bubendorf sei nach wie vor einwandfrei, trotzdem wird die Bubendorfer Bevölkerung zum sparsamen Umgang mit dem Wasser aufgefordert.

Hochgiftiger Stoff in der Frenke

Die Baselbieter Umweltschutzdirektion hat am Nachmittag bekannt gegegeben, dass es sich um den hochgiftigen Stoff Cyanid handelt. Das AUE verdächtigt den Schwermetallverarbeiter «Rero», der in Waldenburg seinen Sitz hat. Der Geschäftsführer von Rero Reinhold Tschopp gibt zu, dass Rero an der Verunreinigung Schuld sein könnte. Abklärungen sind am Laufen.

Schon Ende Januar wurden sieben Grundwasserpumpen der ARA Frenke 2 abgestellt, weil eine giftige Substanz ins Wasser geraten ist. In der Folge kam es zu einem Fischsterben. Der Kanton hat Strafanzeige gemacht.