Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Schulen Erziehungsdirektoren wollen auf Abschlussprüfungen verzichten

Basel-Stadt und Baselland kritisieren den Bund, weil dieser noch keinen Entscheid getroffen hat.

Keine Maturitätsprüfungen und keine Abschlussprüfungen an den Fachmaturitätsschulen bis Mitte Mai - das haben die Erziehungsdirektion Basel-Stadt und die Bildungsdirektion Baselland beschlossen. Beide Kantone plädieren zudem dafür, ganz auf Abschlussprüfungen zu verzichten in diesem Sommer.

Beide Kantone bedauern, dass ein Entscheid des Bundes zu Abschlussprüfungen noch aussteht. «Seit Ende März machen wir Druck für einen schnellen Entscheid. Ich bedauere es sehr, dass es nicht gelungen ist, rechtzeitig Klarheit zu haben», sagt die Baselbieter Bildungsdirektorin Monica Gschwind. Die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren hatte am Montag beschlossen, dass die Kantone auf mündliche Abschlussprüfungen verzichten können und beim Bundesrat die Genehmigung eines möglichen Verzichts auf schriftliche Prüfungen beantragt.

Vorläufig sistiert

Die beiden Basel geraten nun unter Zeitdruck. In Baselland hätten die Maturitäts- und Abschlussprüfungen an den Fachmittelschulen am 6. Mai beginnen sollen, in Basel-Stadt am 11. Mai. Der Bundesrat hat aber verordnet, dass die Gymnasien und Mittelschulen bis frühestens 8. Juni geschlossen bleiben. Baselland hat nun den Prüfungsstart vorläufig bis 18. Mai, Basel-Stadt bis 20. Mai sistiert.

Eigentlich haben beide Kantone beschlossen, wegen den erschwerten Umständen als Folge der Pandemie-Massnahmen in diesem Schuljahr auf die Abschlussprüfungen zu verzichten. Wegen des ausstehenden Bundesratsbeschlusses fehle nun aber die Rechts- und Planungssicherheit. «Wir möchten ganz auf Abschlussprüfungen verzichten, weil wir in diesem aussergewöhnlichen Schuljahr nicht etwas durchdrücken wollen, das ohnehin nicht durchgeführt werden kann wie sonst. Mündliche Prüfungen müssen ja sowieso ausfallen», sagt der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer.

Kantone haben sich abgesprochen

Die beiden Kantone haben ihre Sistierungsentscheide in gegenseitiger Absprache und nach Rücksprache mit dem Kanton Solothurn gefällt, wo die entsprechenden Abschlussprüfungen ebenfalls auf Anfang Mai angesetzt waren.

Dass die Erziehungsdirektoren von Basel-Stadt und Baselland auf Maturprüfungen verzichten wollen, stösst teilweise auf Kritik. Die Basler SVP und die Jungfreisinningen fordern, dass zumindest die schriftlichen Prüfungen stattfinden.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Wir informieren laufend über die aktuelle Entwicklung und liefern Analysen zum Coronavirus. Erhalten Sie alle wichtigen News direkt per Browser-Push. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, warum weder mündlich noch schriftlich geprüft werden kann. Da stehen ganze Mehrzweck- und Turnhallen und Zivilschutzanlagen leer...
    Bewerber mit "Coronaabschluss" werden sich bald wundern beim Eintritt in den ersten Markt wenn ausgewählt wird zwischen Abgeschlossen mit 5.5 oder mit "Corona".
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von idil mercan  (idil.mercan)
      Guten Tag Herr Müller
      In der Arbeitswelt geht es nicht ums Zeugnis sondern um beispielsweise Sozialkompetenz oder Teamfähigkeit. Jemand der es vier oder fünf Jahre bis zur Abschlussklasse geschafft hat, zeigt schon die Fähigkeiten die er einmal vorweisen kann. Und um nochmals aufmerksam zu machen, hier geht es nicht darum jemanden im Medizinstudium einfach durchzulassen, sondern jediglich einem Schüler eine Chancengleichheit zu gewährleisten.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von idil mercan  (idil.mercan)
    Wie kann man einen solchen Entscheid so spät treffen?
    Zudem sollten eigentlich die Mündlichen sowie die Schriftlichen Prüfungen gleichgewertet sein! Das setzt viele Schüler unter Druck!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Stefan Pfeffer  (bucs)
    Langsam wird es Zeit, eine Entscheidung zu treffen, lieber Bundesrat. Ich verstehe, dass andere Themen aktuell prioritär behandelt werden müssen, jedoch handelt es sich hier nicht um einen enorm heiklen und wenig zeitaufwendigen Entscheid, von dem allerdings Tausende Schweizer*Innen betroffen sind.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen