Schweizer EM-Kandidatur steht auf wackligen Beinen

Ob sich die Schweiz für die Austragung der Fussball-EM 2020 bewirbt ist offen. Denn scheinbar hätte eine Kandidatur sowieso keine Chance, da die UEFA nur Länder berücksichtigen will, die nicht schon vor kurzem ein grosses Turnier ausgetragen haben.

Joggeli by night Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Joggeli wird vielleicht doch nicht Austragungsort für die EM 2020 Juri Weiss

«Aus der Traum», schreibt die Internet-Plattform «OnlineReports» am Samstag. Aus zuverlässiger Quelle habe «OnlineReports» erfahren, dass es entsprechende Signale aus der UEFA gebe. Basel habe schlechte Karten, erneut Austragungsort zu werden.

Kandidatur in Frage gestellt

Marco von Ah, Mediensprecher des Schweizerischen Fussballverbands, bestätigt gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF, dass ihm entsprechende Informationen ebenfalls zu Ohren gekommen seien. «Wir haben aber keine direkte Bestätigung von der UEFA.»

Der Fussballverband werde sich um eine schnellstmögliche Abklärung bemühen und Kontakt mit der UEFA aufnehmen. «Aber sollten sich diese Informationen bewahrheiten, dann wäre unsere Kandidatur aussichtslos und wir würden uns sicher nicht bewerben», so von Ah. Denn eine Kandidatur sei mit hohen Kosten und viel Aufwand verbunden. Zudem zeigt Marco von Ah ein gewisses Verständnis für die Strategie der UEFA. «Ich kann nachvollziehen, dass Länder zum Zug kommen sollen, die noch nie oder seit langem nicht mehr Austragungsort waren.»

Der St. Jakob-Park ist schweizweit das einzige Stadion, dass die Kriterien für eine EM erfüllt. Die Frist für eine Bewerbung der Schweiz läuft bis zum 24. April.