Gesundheit Schwerer Stand fürs Kinderspital beider Basel

Das Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB) schreibt im Geschäftsjahr 2016 knapp schwarze Zahlen. Düster sieht allerdings die Zukunft aus.

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Bildlegende: Das UKBB schreibt 2016 just schwarze Zahlen. Es fürchtet aber die Zukunft. Keystone

  • Das UKBB macht 2016 einen Gewinn von 20'000 Franken
  • Die Zahl der Patientinnen und Patienten stieg um 5,2 Prozent auf 98'635
  • Im Notfall wurden 35'979 Kinder behandelt, das sind 2000 mehr als im Vorjahr

Düstere Aussichten

Der Bundesrat will den Ärztetarif anpassen. Beispielsweise heisst das, die Behandlungszeit soll auf maximal zwanzig Minuten gesenkt werden. Sollte sich der Bundesrat durchsetzen, dann sieht sich das UKBB mit grossen Problemen konfrontiert. «Zwanzig Minuten reichen nicht, um ein Kind einer spezialärztlichen Untersuchung zu unterziehen», sagt Marco Fischer, Chef des Kinderspitals beider Basel.

Wenn der Ärztetarif im Sinne des Bundesrats angepasst wird, dann hätte das fürs UKBB vor allem finanzielle Auswirkungen. Das Spital rechnet in der ambulanten Medizin mit einem jährlichen Defizit von 15 Millionen Franken. Weil diese Ausfälle nicht tragbar seien, fordert das UKBB ein besonderes Tarif- und Vergütungssystem für die Kindermedizin.