Schwinger Roger Erb aus Metzerlen auf dem Weg zum «Eidgenossen»

Mit dem Sieg am Baselbieter Kantonalschwingfest hat Roger Erb den ersten Sieg an einem Kranzfest gefeiert. Nun strebt er den Gewinn einer Auszeichnung am Eidgenössischen Schwingfest an.

Der Schwinger Roger Erb trägt eine Windjacke und eine Schirmmütze. Daneben ein Muni. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Roger Erb mit dem Siegermuni beim Kantonalschwingfest Baselland zVg

Roger Erb ist derzeit der beste Schwinger der Region Basel. Der 23-Jährige aus Metzerlen (SO) konnte Mitte Juni das Baselbieter Kantonalschwingfest für sich entscheiden und damit erstmals einen Sieg an einem Kranzfest feiern. Für den Schwinger des Schwingklubs Oberwil ist es der grösste Erfolg seiner Karriere: «Ein Sieg an einem Kranzfest war schon länger mein Ziel, nun ist endlich alles aufgegangen», sagt Erb.

Das grosse Ziel

Mit dem Sieg am Baselbieter «Kantonalen» ist für Erb die Saison jedoch noch lange nicht zu Ende. Bereits am nächsten Wochenende steht er auf dem Weissenstein beim Weissenstein Schwinget im Einsatz – eine nächste Standortbestimmung im Hinblick auf das Eidgenössische Schwingfest von Ende August in Estavayer-le-Lac.

Das Eidgenössische Schwingfest findet nur alle drei Jahre statt, entsprechend hoch ist die Bedeutung des Anlasses und die Ziele von Erb: «Am Eidgenössischen einen Kranz zu holen, ist das grosse Ziel meiner Karriere.» Dies nicht zuletzt darum, weil sich Erb damit in die Gilde der sogenannten «Eidgenossen» einreihen möchte, jene Schwinger die sich an einem Eidgenössischen Schwingest eine Auszeichnung sichern können. Will Erb dieses Ziel erreichen, muss er in Estavayer zu den besten rund 15 Prozent der Teilnehmenden gehören.

Nordwestschweiz als gute Trainingsbasis

Auch wenn Schwingen momentan eine hohe Priorität im Leben des 23-Jährigen geniesst, ganz auf den Sport zu setzen, ist für ihn kein Thema. Erb arbeitet neben dem Sport auf dem Bauernbetrieb seiner Eltern in Metzerlen: «Ich brauche die Herausforderung alles unter einen Hut zu bringen.» Er fühlt sich in der Region sehr wohl und schätzt das professionelle Training in Oberwil. Es sei kein Nachteil in einer Region zu leben, wo das Schwingen nicht zu den beliebtesten Sportarten zählt, meint Roger Erb.

(Regionaljournal Basel; 17.30 Uhr)