Senioren «entsetzt» über Verlegung des Basler Bestattungsamts

Seniorenverbände sehen vor allem Nachteile darin, dass die Basler Regierung die Anmeldung von Todesfällen ab Januar 2014 auf den Friedhof Hörnli verlegt. Schon als die Regierung die Idee vorstellte, kamen kritische Fragen aus dem Parlament.

Eingang mit Schild: Friedhof Hörnli Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Todesfälle können in Basel nur noch am Friedhof Hörnli gemeldet werden. Keystone

Die Antwort der Regierung auf diese Fragen enttäuscht nun die Seniorenverbände. Die Regierung bleibt nämlich bei ihren Argumenten. Das Meldeamt für Todesfälle soll vom Zivilstandsamt an der Rittergasse weg ins Verwaltungsgebäude des Friedhofs Hörnli verlegt werden.

Dort stünden mehr und freundlichere Räume zur Verfügung und zusätzlich zur Anmeldung könnten gleich auch alle Fragen rund um die Bestattung geklärt werden - damit würde den Angehörigen ein zusätzlicher Gang aufs Hörnli erspart.

Dieses Argument kommt bei Seniorenverbänden aber schlecht an. Remo Gysin, Co-Präsident der Grauen Panther Nordwestschweiz, erklärt gegenüber dem Regionaljournal Basel, die Seniorenverbände würden die Pläne mit «relativ grossem Entsetzen» aufnehmen.

Wenn Angehörige den ersten schweren Gang aufs Anmeldeamt gleich schon an den Stadtrand, auf den Friedhof machen müssten, sei dies eine «Zumutung». Gysin fordert darum, die Regierung solle im Stadtzentrum eine Amtsstelle einrichten, die Anmeldestelle sei und eben auch alle Beratungen für die Bestattung biete.