Situation in Basler Asylunterkünften leicht entspannt

Die Zahl der Asylsuchenden ist im ersten Halbjahr 2013 deutlich zurückgegangen. Dies spüren auch die zuständigen Behörden in Basel-Stadt. Anzeichen für eine Trendwende gäbe es jedoch keine

Schild der Empfangsstelle Bässlergut Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bundes-Empfangstelle Bässlergut. Auch hier ist die Entspannung spürbar Keystone

Knapp ein Drittel weniger Menschen haben in der Schweiz im ersten Halbjahr 2013 ein Asylgesuch eingereicht, dies belegen die Zahlen vom Bundesamt für Migration. Dieser Rückgang ist auch in Basel bemerkbar. Die bis anhin eher angespannte Situation in den stark belegten Unterkünften für Asylsuchende hat sich leicht entspannt. «Bis vor Kurzem war in Basel beinahe jedes Bett belegt. Nun haben wir etwas mehr Spielraum», sagt Renata Gäumann, Asylkoordinatorin von Basel-Stadt.

Auch wenn nun ein paar Betten weniger gebraucht würden, wäre es noch viel zu früh, strukturelle Veränderungen vorzunehmen, so Renata Gäumann. Deswegen bleiben auch alle Asylunterkünfte weiterhin in Betrieb, so auch die Zivilschutzanlage bei der Grün 80. Diese ist den Behörden seit der Eröffnung ein Dorn im Auge, da sie eigentlich nicht als Asylunterkunft gedacht ist. «Die Schliessung dieser Asylunterkunft bleibt ein Fernziel, momentan erlaubt dies die Situation aber noch nicht», so Gäumann.

Überhaupt könne man noch nicht von einer Trendwende bei den Asylgesuchen sprechen, mit einem Anstieg sei jeder Zeit zu rechnen. «Vor allem die guten Wetterbedingungen auf dem Mittelmeer ermöglichen wieder vermehrt Bootsüberfahrten von Flüchtlingen», sagt Gäumann.