Social Meal will in Basel Leute gemeinsam an den Tisch bringen

Ein Brunch an Weihnachten, ein Pasta-Essen an Heiligabend. Auf der Internetplattform Social Meal kann man sich für diese Mahlzeiten anmelden. Wer selber eine Mahlzeit anbietet bekommt über die Festtage ein kleines Geschenk.

Viele Menschen sitzen an einem Tisch und essen. Rechts im Bild-Vordergrund sieht man Teile eines Weihnachtbaums. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zusammen essen macht vor allem an Festtagen mehr Spass als alleine (Symbolbild). Keystone

Gut essen und neue Menschen kennenlernen, das sei die Idee von Social Meal, sagt Samuell Rüegger. Er hat die Plattform im März 2015 gegründet. Social Meal steht für gemeinsame Mahlzeit. Gerade an Weihnachten sei das gemeinsame Essen wichtig. Zum Beispiel für Studierende und alle anderen, die ihre Familie nicht in der Nähe haben. Die Anmeldung auf der Plattform ist gratis. Wer ein Essen anbietet, kann einen Unkostenbeitrag von seinen Gästen verlangen. Auch in der hektischen Weihnachtszeit gäbe es durchaus Raum für eine Aktion wie Social Meal, ist Samuel Rüegger überzeugt. «Es gibt Familien, die ihr Familienessen gerne öffnen für Fremde.»

Leute sollen mehr gemeinsam essen

Samuell Rüegger (27) ist bei den Jungsozialisten und bei Occupy Basel politisch aktiv. Social Meal sei aber keine Politplattform. Es ginge nur um das gemeinsame Essen, sagt er. Die Grundidee ist dennoch nicht unpolitisch: «Wir wollen, dass die Leute weniger mit ihrem Smartphone oder Fernseher essen.» Subtil werde auch darauf hingewiesen, dass man auch biologisches Essen anbieten könnte oder nachhaltigeres Essen.

Stichwort Nachhaltigkeit: Es sei auf jeden Fall nachhaltiger wenn mehrere Personen zusammen essen. Statt wenn jeder und jede für sich koche. Social Meal wurde von der Universität Basel mit dem «Boost your Imp!act» ausgezeichnet. Mit dem Preisgeld planten sie das Projekt weiterzuentwickeln. Die Idee sei noch nicht ausgereift. Es ginge aber darum, dass Studierende füreinander kochen am Mittag. Gemeinsam essen soll also auch im Alltag wieder zur Gewohnheit werden.