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Spatenstich für neue Tramlinie 3 von Basel nach Frankreich
Aus Schweiz aktuell vom 23.11.2015.
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Basel Baselland Spatenstich für neue Tramlinie 3 von Basel nach Frankreich

Jetzt wird auch in Basel gebaut an der Verlängerung der Tramlinie 3 nach Saint-Louis - dort waren Bagger schon im April aufgefahren. Den Spatenstich feierten die Beteiligten mit einer Erinnerungstafel. Ab Ende 2017 sollen Trams über die Grenze fahren.

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Spatenstich für neue Tramlinie (23.11.2015)
05:39 min
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Nach der Verlängerung der Tramlinie 8 von Basel nach Weil am Rhein fährt schon bald ein weiteres «Drämmli» über die Grenze. Die Tramlinie 3 verbindet in Zukunft den Bahnhof St. Louis mit der Basler Innenstadt. Am Montag wurde der Baubeginn auf der Schweizer Seite mit Vertretern aus beiden Ländern mit dem Spatenstich gefeiert.

Ausgerechnet in Zeiten, in denen der Ruf nach Grenzkontrollen wieder lauter wird, entsteht die grenzüberschreitende Tramlinie. Der Bürgermeister von St. Louis, Jean-Marie Zoellé, sagt: «Das ist überhaupt kein Problem. Wir in der Region gehören zusammen. Wir sind eine Gemeinschaft.»

Plan mit Streckenführung
Legende: Streckenplan des neuen Trams. Endstation ist beim Bahnhof St. Louis zvg

Künftig soll jeder zweite «Dreier» beim Bahnhof Saint-Louis wenden, die übrigen Kurse an einer neu zu bauenden Schlaufe vor der Landesgrenze. Der Grenzübergang Burgfelderstrasse samt Zollanlage wird dazu komplett umgebaut. Von den rund drei Kilometer neu zu bauenden Schienen liegen rund 500 Meter auf Basler Boden. Diese erschliessen neu das REHAB Basel, das Bürgerspital und die Sportanlage Pfaffenholz per Tram.

Ein neues Parkhaus in St. Louis

Die Tramverlängerung werde zu einer «spürbaren Entlastung der Strassen in Saint-Louis und Basel» führen, hiess es am Montag. Das senke den Schadstoffausstoss und erhöhe die Lebensqualität. Der «Dreier» mache den Bahnhof Saint-Louis zu einer «wichtigen Drehscheibe zwischen Bahn, Bus, Auto, Velo und Tram». In Saint-Louis soll dort zudem ein Parkhaus entstehen. Dieses wird Basel-Stadt mit 882'000 Franken aus dem Pendlerfonds mitfinanziert. Der Basler Baudirektor Hanspeter Wessels rechnet daher nicht damit, dass die neue Tramlinie vor allem von Einkaufstouristen benützt wird, wie das beim neuen Tram 8 nach Weil am Rhein der Fall ist.

Weitere Projekte im Köcher

Neben der Tramverlängerung ins französische Elsass will der Kanton Basel-Stadt weitere Tramprojekte beim Bund einreichen, damit diese ins Agglomerationsprogramm aufgenommen werden. An erster Stelle steht dabei eine Tramverbindung, die den Wettsteinplatz via Roche-Areal mit dem Badischen Bahnhof verbindet. Davon würden vor allem Mitarbeitende der Roche profitieren.

Auch ganz oben auf der Prioritätenliste der Basler Regierung steht eine Tramverbindung im Kleinbasel. Diese Verbindung würde den Claraplatz mit dem Wettsteinplatz verbinden.

Tram Nummer 30 soll Bahnhöfe verbinden

Eine weitere Idee ist die Schaffung einer Tramlinie 30. Diese Tramlinie würde den 30er-Bus entlasten und drei Basler Bahnhöfe verbinden, also den Badischen Bahnhof, den Bahnhof St. Johann und den Bahnhof SBB.

Eine Idee, die auch in der Verkehrskommission des Grossen Rates viel Anklang findet, wie einem Bericht der Kommission zu entnehmen ist. Dennoch steht das Tram Nr. 30 weder bei der Regierung noch bei der Kommission an vorderster Stelle. Zu viele Fragen sind bei diesem Tramprojekt noch offen.

Die Finanzierung

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Die Gesamtkosten für die Tramverlängerung samt Park+Ride-Anlage werden auf rund 91,3 Millionen Franken beziffert. Dank dem starken Franken sind das 6,7 Millionen weniger als veranschlagt. 33,6 Millionen entfallen auf die Schweizer und 57,7 Millionen auf die französische Seite. 35 Prozent beuahlt der Bund aus einem Fonds für Agglomerationsprojekte.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Smart Ostschweiz  (Supersmart)
    St Louis ist ein echt toller Ort wo ich zu französischen Supermärkten einkaufen gehen kann. Einkaufstourismus ahoi! Es ist Unsinn, in der Schweiz einzukaufen, nur weil es die Schweiz ist...
  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Das wird die Elsässer Landenbesitzer aber sehr freuen. Wir graben unser Loch wirklich selber. Es lebe der Geist weit voraus zu sehen und zu denken.
    1. Antwort von Walter Vogt  (W. Vogt)
      Elsässer und Badener sind willkommene Freunde aus der Nachbarschaft. Sie kommen hier zur Arbeit, sie nutzen unsere Kulturangebote und sie feuern mit Begeisterung den FCB an. Diese Verbindungen bringen uns unsere EU-Nachbarn im Dreiländereck näher und vertiefen die bestehenden Partnerschaften über die Landesgrenzen hinweg Das nützt letztlich auch der Uni und den Kulturanbietern von Basel.