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Der Verunfallte erhält auch Unterstützung von der Politik
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 25.02.2020.
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Spital und Gebühr nach Unfall Velofahrer kämpft gegen Kap-Haltestellen und geht vor Gericht

Der Unfall ereignete sich bei der Tramhaltestelle Kirschgarten. Velofahrer Hans Peter musste der hohen Kap-Haltestelle ausweichen und geriet dabei mit dem Vorderrad in das Tramgleis. Dabei stürzte der pensionierte Ingenieur so schlimm, dass er ins Spital musste. «Die Stelle dort ist derart eng, dass es schnell zu einem Sturz kommt.»

Strafanzeige gegen verunfallten Velofahrer

Die Basler Polizei reichte trotzdem eine Anzeige gegen Hans Peter ein. Der Vorwurf: «Nicht Beherrschen des Fahrzeugs». Weil Peter durch den Sturz und seine Verletzungen bereits geschädigt ist, sehen die Behörden von einer Busse ab. Aber es bleibt dennoch eine Gebühr von 805 Franken, die Peter zahlen muss. Dieses Verfahren entspreche dem Standard, heisst es von der Basler Polizei.

Kap-Haltestellen

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Kap-Haltestellen
Legende:SRF

Gebaut wurden die neuen Kap-Haltestellen, um Behinderten den Einstieg ins Tram zu erleichtern. Sie sind für viele Velofahrerinnen und Velofahrer aber ein Ärgernis. Grund ist der geringe Abstand zwischen Schiene und Trottoir. Zudem sind die Bordsteinkanten deutlich höher als früher.

«Das ist doch schizophren. Es ist nicht mein Fehler, dass ich verunfallt bin. Der Kanton ist schuld. Die Strasse ist für Velofahrer so eng, dass Unfälle unvermeidlich sind», entgegnet Hans Peter. Er hat den Strafbefehl angefochten. Darum kommt es zu einem Prozess.

Politik reagiert auf den Fall

Unterstützung erhält der Rentner jetzt auch von der Politik. «Ich habe kein Verständnis für das Vorgehen der Basler Strafverfolgungsbehörden», sagt SP-Grossrat Kaspar Sutter. Er möchte darum einen Vorstoss einreichen und von der Regierung wissen, ob sich die Unfälle an Kap-Haltestellen häufen und ob die Verunfallten zusätzlich bestraft werden.

Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr, eics

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Schaub  (Markus Schaub)
    Genau darum fahre ich nicht mehr Velo oder Töff. Wo es Tramschienen hat ist das viel zu unfallgefährlich. Zudem: Viele Velofahrer sind rücksichtslos und denken, die Verkehrsregeln würden nur für die Anderen, nicht aber für sie gelten. Und da wünsch' ich mir, das die Polizei härter durchgreift .... und auch die Gerichte.
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  • Kommentar von Jeanôt Cohen  (Jeanot)
    Einmal mehr Machtmissbrauch durch die Behörden. Wenn die selber mit sich consequent könnte man die Steuern abschaffen. Da dekken sich die Kosten mit der Bußgelder.
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  • Kommentar von Peter Amthauer  (Peter.A)
    Vielleicht ist meine Entscheidung, zwischen den beiden Schienen der Tram zu fahren eine Strafanzeige wert. Ich mache es aber trotz dem. Eben, weil mir der Platz zwischen rechter Schiene und Trottoir zu gering ist.
    MfG
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