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Der letzte Radprofi aus der Region
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Sportgast Hubert Schwab Der letzte Radprofi aus der Region

5 Jahre lang war Hubert Schwab Radprofi und nahm an allen grossen Rennen teil - dann hängte er den Job an den Nagel.

Wenn die Tour de Suisse am nächsten Dienstag und Mittwoch durchs Baselbiet rollt, steht auch der 37 jährige Hubert Schwab am Strassenrand und erinnert sich an seine vier Teilnahmen am grössten Radevent der Schweiz: «Man kann tatsächlich auch die Natur geniessen, die Berglandschaften, die Seen. Allerdings hat eine Tour-Etappe verschiedene Phasen. Die ersten Kilometer und das Finale, das sind hektischen Momente. Da muss man sich ganz auf das Rennen konzentrieren. Dazwischen aber ist es möglich, die Natur zu geniessen.» Und wenn die Zuschauer am Strassenrand die Rennfahrer lautstark anspornen, realisiert man das überhaupt ? «Ja, bestimmt, vor allem, wenn die Strecke bergauf führt. Da nimmt man all die Rufe schon wahr. Das sind schöne Momente, die jeden Rennfahrer beflügeln.» Als Ausgleich zum Radsport malte Schwab Bilder, das war für ihn Entspannung pur.

Früher Rücktritt

Schon nach fünf Jahren aber - als 28 jähriger - beendete Hubert Schwab seine Profikarriere. «Das hatte mehrere Gründe. Ich wollte ja noch ein Studium beginnen, aber nicht erst mit 35 Jahren. Und ich war ehrlich und wusste, dass ich nicht der absolute Spitzenfahrer war. Ich wollte mir in neuen Bereichen neue Ziele setzen.» So machte er ein Wirtschaftsstudium, wohnt nun in Füllinsdorf und ist Projektleiter in einem Versicherungsunternehmen.

Radsport ist noch immer wichtig

Mit dem Radsport ist er heute noch verbunden. «Ich bin heute noch ein leidenschaftlicher Velofahrer und Präsident des Radsportzentrums Nordwest in Reigoldswil.» Dort schafft er Voraussetzungen, dass Nachwuchsfahrer professionell trainieren können. Aber wird er nicht nachdenklich, wenn er daran denkt, dass er der letzte Radprofi ist, der aus der Region Basel stammt? «Natürlich wäre es mir lieber, wenn das nicht so wäre.Die Situation ist eben nicht rosig. Der Radsport als Ganzes ist bestimmt nicht weniger populär als früher. Aber im nationalen Kalender gibt’s weniger Rennen. Es wird immer schwieriger, Strecken abzusperren, weil der Verkehr zugenommen hat. Und zudem sind einige OKs überaltert, deren Mitglieder auch nicht mehr ihre Aufgaben lösen möchten.» Schwab aber zeigt auch positive Aspekte auf: «Bei uns gibt’s einige talentierte junge Fahrer. Wir können sie einfach noch nicht an ein Rennen schicken, weil sie aus Altersgründen noch keine Lizenz haben. Ich hoffe aber, dass sie in einigen Jahren schon von sich reden machen werden.»

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