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Sportgast Marco Chiudinelli «Ich bin rundum zufrieden»

Vor einem Jahr beendete der Basler Marco Chiudinelli seine Profikarriere als Tennisspieler. Jetzt ist er unser Gast.

Im letzten Jahr trat der 37jährige Marco Chiudinelli an den Swiss Indoors zum letzten Mal auf der grossen Bühne des Profitennis auf. Heute – 12 Monate später - hat er kaum Entzugserscheinungen. Er ist im Sportmanagement tätig und sagt über sich «Mit meiner Situation bin ich rundum happy !»

Spannende Swiss Indoors 2018

Mit Interesse und dem Auge des Fachmannes verfolgte er am letzten Samstag die Auslosung des Haupttableaus der diesjährigen Swiss Indoors. Sein erster, spontaner Eindruck: «Auf der Setzliste erscheinen viele neue Namen. Darum wird das Publikum spannende Spiele erleben.» Roger Federer – zum Beispiel – tritt in der ersten Runde gegen den Serben Filip Krajinovic an, der letztes Jahr in Paris-Bercy im Final stand. Chiudinelli: «Und doch, eine Erstrundenniederlage von Roger ist eigentlich unvorstellbar.»

Hoffnung für Wawrinka und Laaksonen

Wohl hat Stan Wawrinka in Basel schon einige Male für negative Schlagzeilen gesorgt. Chiudinelli vermutet aber, dass Stan gerade jetzt – ohne Druck – sich gegen den Franzosen Adrian Mannarino durchsetzen könnte. Und dem dritten Schweizer, Henri Laaksonen (ATP Nr. 164), traut er gegen den Italiener Marco Ceccinato sogar eine Ueberraschung zu. «Der Südländer stand in Roland Garros sogar im Halbfinal. Doch ist er ein typischer Sandplatzspezialist. Das müsste Laaksonen ausnützen. Dann könnte er diesmal in Basel weit kommen.»

Rückblick ohne Bitterkeit

Chiudinelli selbst kam an den Swiss Indoors im Jahre 2009 auch weit, bis in den Halbfinal, verlor dann aber gegen seinen Freund «Rodscher». Heute – ein Jahr nach seinem Rücktritt - bereut er nichts. Vielleicht hätte er dann und wann andere Turnierorte wählen oder sich früher professioneller verhalten sollen. Doch insgesamt ist er zufrieden.

Neuer Beruf: Sportmanager

Chiudinelli hat sich zum Sportmanager ausbilden lassen. In dieser Eigenschaft ist er am geplanten Bau einer Tennishalle des TC Old Boys massgeblich beteiligt. Vor einigen Tagen ist das Siegerprojekt erkoren worden. Ende Oktober werden die Vereinsmitglieder darüber abstimmen.

Gibt es hoffnungsvolle Nachwuchsspieler ?

Jahrelang bildete Chiudinelli zusammen mit Roger Federer das Basler Tennis-Aushängeschild mit weltweiter Ausstrahlung. Und heute ? «Da darf man weder kantonal noch regional denken. Ob jetzt ein Walliser oder ein Zürcher, ein Basler oder ein Berner den Durchbruch schafft, ist unwesentlich. Wichtig ist, dass dies einem gelingt. Ich kenne einige hoffnungsvolle 15- und 16-jährige Spieler. Aber da dauert es noch ein wenig, bis sie auf der ATP-Tour zu bestaunen sind.»

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Joseph De Mol (Molensepp)
    Warum muss dieser Rücktritt jetzt medial überhaupt nochmals aufgewärmt werden. Er hat die Wildcard für das Swiss Indoors doch jeweils nur bekommen, weil sich sein Fürsprecher Roger Federer bei Direx Brennwald für ihn eingesetzt hat. Oder hätte irgend jemand Geld für ein Ticket ausgegeben, damit er Chiudinelli spielen sehen kann? Wohl kaum!
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  • Kommentar von Joseph De Mol (Molensepp)
    Man muss hier klar sehen: M. Chiudinelli ist ein Protegé von RF. RF hat die weltweite Ausstrahlung. M. Chiudinelli kennt ausserhalb vom Baselbiet kein Mensch! Also selbst in der Berichterstattung kann er noch vom Glanz des grossen Meisters profitieren, ohne irgend eine Eigenleistung vollbracht zu haben.
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  • Kommentar von Hans Hafen (Häfi)
    Wie bitte? Aushängeschild mit weltweiter Ausstrahlung? Chiudinelli hat z.B.beim Davis-Cup-Sieg der Schweiz keinen einzigen Ball geschlagen. Wenn ich mich richtig erinnere, hat er in seiner gesamten Laufbahn ein Challenger-Turnier gewonnen. Er hatte einfach das Glück, dass RF sein Kumpel ist. Sein eigener Tennis-Leistungsausweis (auf internationaler Ebene) ist objektiv betrachtet sehr mager. Selbst Jakok Hlasek und Marc Rosset liegen noch Meilen vor ihm in diesem Ranking!
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    1. Antwort von murti muheim (mumu)
      Sie haben völlig recht Herr Hafen. Chiudinelli kann nur froh sein, dass er nicht mehr tennis spielen muss - und wir sind es auch! Als Sportmanager bekommt er dann sicher bei Roger's Agentur einen guten Job!
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