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Keine Beteiligung, keine Einladung, sagte sich die Basler Casino-Gesellschaft.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 24.08.2020.
abspielen. Laufzeit 04:46 Minuten.
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Stadtcasino Basel Offizielles Baselbiet zur Eröffnung bewusst nicht eingeladen

An der Wiedereröffnungsfeier des neuen Stadtcasinos glänzte das offizielle Baselbiet mit Abwesenheit – unfreiwillig.

Wenn in der Stadt Basel ein kultureller Grossanlass über die Bühne geht, ist normalersweise ganz selbstverständlich auch die Spitze der Baselbieter Politik eingeladen.

Das war letzten Samstag bei der Einweihung des Stadtcasinos aber nicht so: Weder Regierungspräsident Anton Lauber, noch die Baselbieter Kulturdirektorin Monica Gschwind, noch Landratspräsident Heinz Lerf waren am Samstagabend zur grossen Wiedereröffnungsfeier des Basler Stadtcasinos eingeladen. Und dies, obwohl es sich dabei um eines der wichtigsten Ereignisse in der Kulturagenda in der Region handelte.

Entsprechend erstaunt sei er über das Ausbleiben einer Einladung gewesen, gibt Lerf gegenüber dem Regionaljournal Basel zu. Er habe deshalb extra im Vorfeld der Eröffnungsfeier bei der Casino-Gesellschaft nachgefragt, ob ihr womöglich ein Fehler unterlaufen sei. «Man hat mir dann gesagt, dass niemand aus dem politischen Baselbiet eingeladen sei», sagt Lerf.

Prominent übergangen

Dazu habe man sich ganz bewusst entschieden, bestätigt Christoph Gloor, Präsident der Casino-Gesellschaft: «Wir haben nur Leute eingeladen, die entweder ideell oder finanziell einen Beitrag zum neuen Stadtcasino geleistet haben.»

Dies sei im Fall des offziellen Baselbiets nicht der Fall gewesen. Als die Casino-Gesellschaft nämlich vor ein paar Jahren Geld für den Umbau gesammelt und auch beim Kanton Baselland angefragt habe, hätte ihnen das Baselbiet – allen voran die Kulturdirektorin Monica Gschwind – die kalte Schulter gezeigt. Und zwar mit einem «schroffen» Brief, sagt Gloor.

Schliesslich sei man bei der Baselbieter Regierung sogar mit zwei Anträgen für Gelder aus dem Lotteriefonds aufgelaufen. «Wir interpretierten dies so, dass das Baselbiet nicht einmal eine Geste zeigen will. Deshalb haben wir unsere Konsequenzen gezogen und entschieden, dass wir als privater Verein, das offizielle Baselbiet nicht einladen.» Und so traf sich bei der Einweihung des neuen Stadtcasinos ganz Basel. Das offizielle Baselbiet aber blieb draussen vor der Tür.

Bei der Baselbieter Regierung hält man den Ball lieber flach und hält schriftlich fest, dass sich der Kanton grundsätzlich nie finanziell an Kulturbauten in der Stadt beteilige. Sehr wohl aber an Kulturinstitutionen.

Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Pascale Schmid  (Blasius)
    Bravo Stadt Casino! Kein Geld fürs Stadttheater, kein Geld für die Uni, Forderung einer Tramlinie durchs Bachgraben für die LändlerPendler, aber natürlich ohne gössere finanzielle Beteiligung vom BL und von den Spitälern ganz zu schweigen! Wäre schön wenn unsere Stadtregierung auch so viel Courage zeigen würde wie die Casinoverantwortlichen.BRAVO
  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    "Wie du mir, so ich dir". Läck was ist das für ein Niveau. Immerhin habe ich keine Klage aus dem BL gehört dass da ein Regierungsmitglied toupiert war wegen der Nichteinladung.
    Was will denn der Journalist der dies recherchierte und nun thematisierte?
  • Kommentar von Roland Gass  (4905)
    Die BL-Regierung hat begründet und angemessen entschieden. Hut ab.