Starke Schule Baselland hält an Passepartout-Initiative fest

Die Erziehungsdirektoren beschlossen Änderungen beim umstrittenen Passepartout Fremdsprachen-Projekt. Beim Französisch-Unterricht sollen die Schüler auch Grammatik lernen. Der Starken Schule Baselland reicht dies aber nicht - sie hält an ihrer Initiative gegen das Passepartout-Projekt fest.

Schüler hält einen Bleistift in der Hand und schreibt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Basler Primarschüler sollen im Französisch-Unterricht nicht nur Konversation lernen, sondern auch Grammatik. Keystone

Baselbieter Schulkinder erhalten ab der dritten Klasse Französisch-Unterricht. Zwei Jahre später, also in der fünften Klasse, kommt Englisch-Unterricht dazu. Dieses Fremdsprachen-Konzept heisst Passepartout und wird in einigen Kantonen angewendet, darunter auch Basel-Stadt und Baselland.

Kritisiert wird Passepartout vor allem im Baselbiet von der Starken Schule Baselland. Sie hat zwei Initiativen eingereicht, um aus dem Passepartout auszusteigen. Aber auch viele Eltern und Lehrer übten Kritik - vor allem am Französisch-Lehrmittel «Mille feuilles». Am Donnerstag reagierten die Erziehungsdirektoren der Passepartout-Kantone und gaben bekannt, dass in Zukunft im Französisch-Unterricht nicht nur Konversation geübt werde, sondern auch Grammatik.

Das reicht der Starken Schule Baselland nicht. «Wir werden die Initiative nicht zurückziehen», sagt Saskia Olsson, Vorstandsmitglied der Starken Schule Baselland. «Die Änderungen gehen uns zu wenig weit», so Olsson weiter. Unter anderem werde im Unterricht, trotz den Änderungen, immer noch zu wenig Wert auf Grammatik gelegt.