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Basel-Stadt führt die Statistik an, wenn es um Spitalpatienten mit Suchtkrankheiten geht.
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Statistik Basel hat am meisten Suchtkranke in Spitälern

Verglichen mit den anderen Kantonen sind es doppelt so viele Suchtkranke. Der Basler Kantonsarzt relativiert die Zahl.

Die Statistik des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums scheint für Basel alarmierend: Hier gibt es in den Spitälern doppelt so viele Patienten, die wegen einer Suchtkrankheit eingeliefert wurden. Also zum Beispiel wegen Nikotin- oder Alkoholkonsums.

Unterschiedliche Dokumentation?

Der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen relativiert die Zahlen. Einerseits spiele hier eine Rolle, dass Basel ein Stadt-Kanton ist, «und in Städten hat es immer mehr Drogenkonsumenten als auf dem Land», stellt Steffen fest. Andererseits gehe es auch darum, wie die Spitäler ihre Fälle dokumentieren.

«In erster Linie geht es hier um Nebendiagnosen», erklärt Steffen. «Wenn also jemand wegen einem schweren Lungenleiden in ein Basler Spital kommt, wird das die Hauptdiagnose. Und in der Nebendiagnose steht zum Beispiel, dass der Patient jahrelang Nikotin konsumiert hat.»

Basel wird gesünder

Es sei nun aber möglich, dass ein Genfer Spital diese Nebendiagnose zwar macht, aber nicht so dokumentiert. Die Zahl fliesst dann nicht in der Statistik ein. «Diese Unterschiede sind allerdings nicht bewiesen», gibt Steffen zu.

Für Basel zeichnet der Kantonsarzt, trotz den hohen Zahlen, ein gutes Gesundheitsbild. «Grundsätzlich wird Basel nicht kränker oder süchtiger, im Gegenteil. Basel wird gesünder», so Steffen. Allerdings gebe es immer noch gewisse «Altlasten», weil die Bevölkerung früher zum Beispiel viel mehr geraucht hat. Diese «Altlasten» tauchen dann in der Statistik auf. «Typischerweise von Patienten, die fünzig Jahre oder älter sind.»

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