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In Muttenz, wo ähnliche Voraussetzungen wie in Basel herrschen, reagiert man gelassen.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 04.12.2019.
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Stoffe im Trinkwasser Verunsicherung in Basel – moderne Reinigungsanlage in Muttenz

Seit zwei Jahren ist in Muttenz eine in Europa einzigartige Wasseraufbereitungsanlagen in Betrieb.

Nachdem das Regionaljournal Basel aufgedeckt hat, dass im Basler Trinkwasser seit 15 Jahren Spuren eines krebserregenden Stoffes zu finden sind, sind viele verunsichert. Auch wenn die Grenzwerte nie überschritten worden sind, wie die die Verantwortlichen beim Trinkwasserversorger Industrielle Werke Basel (IWB) betonen.

In Muttenz, wo ähnliche Voraussetzungen herrschen, reagiert man gelassen. Einerseits, weil die Gemeinde das Rheinwasser weiter oben als die IWB aus dem Fluss nimmt. Das heisst, oberhalb der Stelle, wo der heikle Stoff aus der Produktion von Bayer in den Fluss gelangte. Andererseits, weil sich Muttenz eine in Europa einzigartige Wasseraufbereitungsanlage geleistet hat.

Wir müssen so viel wie möglich machen.
Autor: Joachim HausammannGemeinderat von Muttenz

«Wir sind in einem dicht besiedelten Gebiet, mit potentiellen Gefahren für das Grundwasser. Deshalb müssen wir so viel wie möglich machen», sagt Joachim Hausammann, Gemeinderat von Muttenz und verantwortlich für die Wasserversorgung.

Zusätzliche Stufe vor Aktivkohlefilter

Deshalb beschloss die Gemeinde, 19 Millionen Franken in eine neue, mehrstufige Wasseraufbereitungsanlage zu investieren. Wie auch in Basel ist das Herzstück der Reinigungsanlage ein Aktivkohlefilter. Allerdings besteht jener in Muttenz aus kleinkörnigeren Kohlepartikeln als in Basel. Das bedeutet, dass die Oberfläche, an der die Schadstoffe haften bleiben, grösser ist.

Ich kann ruhig schlafen, weil ich weiss, dass unsere Anlage ziemlich sicher mit allen auch unbekannten Stoffen fertig wird.
Autor: Joachim Hausammann

Ausserdem hat die Anlage in Muttenz eine zusätzliche Stufe vor dem Aktivkohlefilter. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Oxidation, bei der die Schadstoffe chemisch in kleinere Teilchen zerlegt werden. Dadurch bleiben sie später besser an der Kohle hängen.

«Ich kann ruhig schlafen, weil ich weiss, dass unsere Anlage ziemlich sicher mit allen auch unbekannten Stoffen fertig wird», sagt Joachim Hausamman. Zuversichtlich stimmen in die zwei Jahre, seit der die Anlage läuft und in denen keine Spuren von Schadstoffen im Trinkwasser zu finden waren, auch nicht in kleinsten Mengen.

Bei der IWB laufen unterdessen wissenschaftlich begleitete Untersuchungen, ob eine zusätzliche Reinigungsstufe Sinn machen würde.

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Ethyldimethylcarbamat: seit 15 Jahren im Basler Trinkwasser
Aus Schweiz aktuell vom 03.12.2019.
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2 Kommentare

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  • Kommentar von Beatrice Fiechter  (thea)
    Novh eine andere Frage: Warum müssen der Steuerzahler u.Wassereinkäufer/Private für mehr Sichetheit zahlen, wo es doch die Pflicht der Betreiber solcher Anlagen wäre, ihre Abfallprodukte siche zu entsorgen?!
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  • Kommentar von Beatrice Fiechter  (thea)
    Wieso ist es Firmen wie Bayer überhaupt erlaubt, solch toxische Stoffe verdünnt ins Wasser zu leiten? Was geschieht mit der Zufuhr und Entnahme in anderen Ländern? Solche Stoffe können doch auch noch andere Verbindungen eingehen oder sich kummulieren! Ich finde das unverantwortlich! Auch der viel sensibleren Natur u.Flusslebewesen gegenüber!
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