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Legende: Audio Täter und Opfer trafen am Rheinbord aufeinander abspielen. Laufzeit 01:37 Minuten.
01:37 min, aus Regionaljournal Basel Baselland vom 15.04.2019.
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Strafprozess Getötet, wegen eines Handys

Vor dem Basler Strafgericht müssen sich ab Dienstag zwei Männer verantworten, die am Rheinbord einen Mann zu Tode geprügelt haben sollen.

Wer die Anklageschrift der Basler Staatsanwaltschaft zu dem am Dienstag beginnenden Tötungsprozess liest, braucht starke Neven. Als das Opfer in diesem Fall bereits bewusstlos am Boden lag, schlug und trat der mutmassliche Haupttäter, ein heute 29-jähriger Mann, weiter auf den Oberkörper und den Kopf des Mannes ein, um ihn letztlich am Gurt hochzuheben und aus «mindestens einem halben Meter Höhe» auf die asphaltierte Treppe am Basler Rheinbord zu werfen. Das Opfer erlag anderthalb Stunden nach dem Angriff seinen Kopfverletzungen.

Die beschriebene Tat, welche sich am 28. Juli 2018 kurz nach Mitternacht ereignete, sorgte für Aufsehen wegen der brutalen Ausführung, weil sie sich in zentraler Lage am Unteren Rheinweg vor zahlreichen Augenzeugen abspielte, und wegen des nichtigen Auslösers. Vorausgegangen war nämlich ein vermuteter Handy-Diebstahl.

Ein zweiter Täter mischte sich ein

Kurz vor der Tat bat das 41-jährige Opfer den bei der Münsterfähre sitzenden, mutmasslichen Haupttäter um Geld, wobei dieser ihm keines geben wollte. Als Letzterer einige Augenblicke später sein Handy vermisste, vermutete er den 41-Jährigen als Dieb, stellte ihn und prügelte sofort auf ihn ein. Mehrmals schlug er dem ihm körperlich klar unterlegenen Opfer mit den Fäusten gegen den Kopf, bis dieses das Bewusstsein verlor.

Ein Passant, welcher den mutmasslichen Haupttäter flüchtig kannte, mischte sich ein, als der Schläger ihm bescheinigte, ihm sei soeben das Handy gestohlen worden, und verpasste dem Opfer ebenfalls einen Faustschlag. Auch er - heute 19 Jahre alt - muss sich nun wegen vorsätzlicher Tötung vor dem Gericht verantworten. Ob das Opfer tatsächlich das Handy des Haupttäters gestohlen hatte, konnte bis heute nicht geklärt werden.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Renevey (weissdassichnichtsweiss)
    Wenn ich wahrnehme, was die obigen Zeilen in mir als aufgeklärten, mit westlichen Werten erzogenen, mit funktionierenden Synapsen und leistungsfähigen Neurotransmitter- somit differenzierter Denkweise- ausgestatteten Erdenbürger für Gefühle auslösen, dann krieg ich Angst vor mir selber. Sehr schwierig da noch edel zu denken. Auch als eisenharter Linker hörts da für mich einfach auf! Man ist gewillt, gleichermassen zu strafen...
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  • Kommentar von Peter Amthauer (Peter.A)
    Hoffentlich kann man den Tätern auch das Strafmass zukommen lassen, welches „angemessen“ ist. Wobei, was ist da schon angemessen. Wer so zuschlögt, ist meiner Meinung nach grundsätzlich eine Gefahr für die Öffentluchkeit.
    MfG
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  • Kommentar von Ruedi Hammer (Ruedi Hammer)
    Warum wird auch dieses Mal und ausnahmsweise kein Landesverweis möglich sein?
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