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Basel Baselland Studie besagt: Schwingfest in Aesch ist machbar

Der Standort biete ausgezeichnete Voraussetzungen für ein erfolgreiches und nachhaltiges Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest 2022 im Baselbiet. Dies besagt eine Machbarkeitsstudie. Die betroffenen Landwirte wollen ihr Land jedoch nicht zur Verfügung stellen.

Der kantonale Schwingerverband Baselland hat eine Machbarkeitsstudie vorgestellt. Diese kommt zum Schluss: Der Standort, eine grosse Fläche zwischen Aesch und Reinach, sei geeignet für den Grossanlass.

Vier Standorte im Baselbiet seien geprüft worden, einzig Aesch komme in Frage. Untergrund und die ebene Fläche würden sich hervorragend eignen. Dank den vorhandenen Wegen könne der Untergrund bei Auf- und Abbau geschont werden.

Die grösste Herausforderung sei der Verkehr. Aber auch hier gebe es Lösungen. Parkplätze, Verkehrsführung, Shuttleservice und Anbindung an den Öffentlichen Verkehr müssten bloss gut koordiniert werden.

Auch dem Naturschutz werde genügend Rechnung getragen. So blieben Vögel verschont. Ihre Brutzeit sei bereits vorbei, wenn das Eidgenössische durchgeführt wird. Die Feldhasen, die dort angesiedelt wurden, würden zwar vertrieben, nach zwei Jahren fänden diese aber wieder ihren Weg zurück in die alten Felder.

Widerstand der Bauern bleibt gross

Widerstand gegen ein Schwingfest in Aesch kommt jedoch von den Landwirten, die ihr Land zur Verfügung stellen müssten. Ihr Sprecher Ueli Siegenthaler sagt: «Alle betroffenen Landwirte sind sich einig: Wir geben unser Land nicht her.»

Die Projektleitung für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Aesch ist den Landwirten zwar entgegengekommen. So wurde das Festgelände gegenüber den ursprünglichen Plänen verkleinert, die Arena soll höchstens 47'000 Plätze fassen, und das ganze Gelände wurde gegen Süden verschoben, um einen besonders stark betroffenen Landwirt zu schonen.

Doch alle übrigen Bauern müssten nun noch mehr Land hergeben, ärgert sich Ueli Siegenthaler. Auch das Versprechen, die Landwirte würden für alle Umstände und Schäden eine Entschädigung erhalten, stimmt die Landwirte nicht um. «Über Geld diskutieren wir nicht, es geht ums Prinzip», betont Siegenthaler.

Über die Vergabe des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2022 wird im März 2018 entschieden.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Nico Basler (Bebbi)
    Ja klar machbar ist alles. Und was sind schon jahrelange Schäden an Natur und Umwelt wenn man gut 20 Millionen Umsatz generieren kann. Eben!!
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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Es ist alles Machbar wenn mann will. Aber die Bauern haben recht, wenn sie nein sagen zum Schwingfest. Für einen solchen Anlass ist doch das St. Jakonbsstadion am besten geeignet. Es spielt doch keine Rolle ob auch Basel-Stadt mit macht. Die Schwingerfreunde werden auch im St.Jakobsstadion ihren Spass finden und sich an den Akteuren erfreuen.
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