Sympathien fürs «Waldenburgerli»

Nostalgische Wünsche prallen auf betriebswirtschaftliche Interessen. Soll das Waldenburgerli mit seiner Dampflokomotive erhalten werden oder nicht.

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Bildlegende: Wie weiter mit der Waldenburger Bahn? Paul Menz

Das Herz des Baselbieter Landrats schlägt hoch, wenn es um die Waldenburgerbahn und die nostalgische Dampflokomotive geht: «Das Waldenburgerli gehört zum Baselbiet wie die Wasserfalle, der Arlesheimer Dom oder Augusta Raurica», sagt SVP-Landrat Georges Thüring.

In dasselbe Horn blasen auch sein Parteikollege Hans-Rudolf Schafroth «Waldeburgerli für unser Baselbiet» und EVP-Landrätin Elisabeth Augstburger «Der Dampfzug ist ein wichtiges Kulturgut».

Viel Sympathien für die Dampflokomotive

Trotz der vielen Sympathien ist nach der Debatte unklar, was mit dem Waldenburgerli passiert. Die Frage, die sich stellt: Soll die Waldenburger Bahn modernisiert werden?

Eine Modernisierung würde bedeuten: Verdichtung des Fahrplans auf einen Viertelstundentakt und Verbreiterung der Schienen von 75cm auf 100cm.

Die Modernisierung hätte negative Konsequenzen für die Dampflokomotive. Diese könnte auf den breiten Schienen nicht mehr fahren. Die positive Konsequenz besteht darin, dass das «Waldenburgerli» direkt an das Liniennetz der Baselbieter Trämli angeschlossen werden könnte.

Die Entscheidung fällt die AG

Auch wenn der Landrat heute über die Zukunft des «Waldenburgerli» diskutiert hat, die Entscheidung liegt nicht bei ihm, sondern bei der Waldenburger Bahn AG. Die Schienen gehören der AG und nicht dem Kanton. Darum konnte der Landrat heute nur seine Sympathien zum Ausdruck bringen. Und das hat er getan.