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Pionierrolle: Als erste Schweizer Klinik setzt das Basler Unispital auf Bluttransfusionen im Kampf gegen Corona
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 01.04.2020.
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Therapie gegen Corona? Basler Unispital behandelt Kranke mit Antikörpern von Geheilten

Das Basler Unispital betritt Neuland. Als erste Schweizer Klinik beginnen hier Spezialisten mit einer Therapie, die den Krankheitsverlauf mildern könnte. Die Idee: Ärzte entnehmen Blutplasma von Geheilten und übertragen dieses auf neu infizierten Patienten - und damit auch deren Antikörper, so jedenfalls die Hoffnung.

Noch keine verlässlichen Resultate

Die Verantwortlichen betonen aber, dass es sich dabei um ein Experiment handle. Es sei noch nicht erwiesen, dass diese Behandlung wirkt. Andreas Buser, Leiter des Basler Blutspende-Zentrums, sagt: «Wir haben erst eine Handvoll Patienten so behandelt. Erst eine Studie wird zeigen, ob die Therapie tatsächlich wirkt.»

Blutplasma-Behandlungen gegen Coronavirus

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Blutplasma-Behandlungen gegen Coronavirus

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie wollen Wissenschaftler Patienten mit Blutplasma von Menschen behandeln, die die Infektion überstanden haben. Ob diese Methode, die grundsätzlich nicht neu ist, hilft, ist allerdings nicht erwiesen. Diese Therapie wird auch im Ausland eingesetzt.

Hoffnung macht den Forschern, dass Bluttransfusionen bei der Krankheit SARS den Heilungsverlauf um bis zu 40 Prozent verbessert habe.

Wir sammeln in diesen Tagen erste Erfahrungen.
Autor: Manuel BattegayChefarzt Infektiologie am Basler Unispital

Unklar sei auch, zu welchem Zeitpunkt der Krankheit eine Bluttransfusion am besten durchgeführt werden sollte. Manuel Battegay, Leiter der Infektiologie am Basler Unispital, sagt: «Im Moment geben wir das Blut an Patienten im Spital, vereinzelt auch an infizierte auf der Intensivstation. Wir sammeln jetzt erste Erfahrungen.»

Freiwillig - für alle

Die Teilnahme an diesem Test ist freiwillig. Das heisst, Geheilte können frei entscheiden, ob sie Blut spenden wollen. Und auch neu infizierte Patienten können selbst entscheiden, ob sie sich auf den Test einlassen möchten.

Regionaljournal Basel; 1.4.2020, 12.03 Uhr;

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Chapeaux für alle Beteiligten, Freiwillige und Aerzte.
  • Kommentar von Urs Heim  (Ursus)
    Jeder Ansatz zählt um die Menschheit vom Fluch dieses Virus zu befreien. Wenn diese Methode zum Ziel führt, gebührt dem Team der Nobelpreis für Medizin.
  • Kommentar von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
    In China haben namhafte Ärzte erfolgreich Vitamin C intravenös angewendet, was auch in New York anwendung findet. Es gibt dazu einige Publikationen. Das sollte man in den schweizer Spitälern auch unbedingt anwenden, da günstig und harmlos.
    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      H.Bernoulli. Es gibt Hunderte von Vorschlägen, Versuche und Anwendungen. Auch mit bestehenden Medikaenten aus der Familie gegen Malaria, HIV und so weiter.
      https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/therapeutische-medikamente-gegen-die-coronavirusinfektion-covid-19