Therwiler Handschlag-Affäre: Einbürgerungsgesuch sistiert

Die muslimische Familie der beiden Schüler, die sich weigern, ihrer Lehrerin die Hand zu geben, möchte eingebürgert werden. Nun haben die Baselbieter Behörden das Gesuch jedoch sistiert. Nach dem Medienwirbel will das Amt für Migration die ganze Familie vorladen.

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Bildlegende: Die Affäre um den verweigerten Handschlag in einer Therwiler Schule zieht weitere Kreise. Colourbox

Dass Einbürgerungsgesuche für zusätzliche Abklärungen sistiert werden, sei im Baselbiet nichts Ungewöhnliches. Das kantonale Amt für Migration werde die Familienmitglieder einzeln befragen, sagte ein Sprecher der Sicherheitsdirektion am Montag zur Nachrichtenagentur sda.

Diese Befragung ist laut dem Sprecher ergebnisoffen. Erst anhand der Antworten zeigten sich allfällige Konsequenzen für den ausländerrechtlichen Status der Familie, die in Ettingen lebt. Und erst dann werde über das weitere Vorgehen mit dem Gesuch entschieden. Genaue Termine seien nicht bekannt.

Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes waren zum Einbürgerungsgesuch keine Details zu erfahren. Der Sprecher mochte auch nicht sagen, wie viele der Kinder neben den Eltern den Schweizer Pass möchten. Der Entscheid zur Sistierung und Vorladung beim Amt sei «letzte Woche» gefallen.