Tonnenweise Abfall aus dem Rhein gezogen

Verrostete Velos, Trotinetts oder Einkaufswagen - In Basel fand am Samstag bereits zum achten Mal die sogenannte «Ryybutzete» statt. Rund 160 freiwillige Helfer holten acht Tonnen Abfall aus dem Rhein.

Velos in einer Mulde, teilweise verrostet Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nur ein kleiner Teil, der am Samstag aus dem Rhein gezogen wurde. SRF

Vier Jahre nach der letzten Aktion war es wieder soweit. Taucher suchten den Flussgrund ab, weitere Helfer putzten das Rheinbord sauber und mit einem Schiffskran wurden Abfälle aus den Tiefen des Rheins geborgen. Mehrere Stunden lang standen rund 160 Freiwillige im Einsatz - darunter Mitglieder von Tauchvereinen, Rheinfischer, Wasserfahrer aber auch Rheinschwimmer.

Die Motivation, den Dreck andere aus dem Rhein zu holen ist bei den Teilnehmern unterschiedlich. Den einen geht es um das Erlebnis mit andern Helfern, andere wiederum sehen auch Präventionsarbeit in der Aktion «Ryybutzete».

«Wenn Leute sehen, was wir hier alles aus dem Rhein ziehen, überlegen sie sich vielleicht das nächste Mal, was sie hinein schmeissen», meinte eine Helferin gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Mitorganisator und Präsident der «IG Ryyputzete» Erwin Freiburghaus zog am Mittag nach Abschluss der Aktion eine positive Bilanz. Wie in den vergangenen Jahren wurden erneut ungewöhnliche Gegenstände vom Rheingrund ans Licht geholt: Ein Tresor oder eine Lufdruckpistole. «Dies dürfte vor allem die Polizei interessieren», meint Freiburghaus. Die letzte Putzaktion fand vor rund vier Jahren statt.