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Trendsport Klettern Der Basler Jura ist eigentlich ein Kletterparadies

Draussen klettern ist anspruchsvoll. Wer es dennoch wagt, der wird mit einer grossen Vielfalt an Kletterrouten belohnt.

Ein Mann klettert am Fels.
Legende: Auch im Jura ist das Klettern anspruchsvoll. Keystone

Einer, der den Basler Jura kennt wie seine Westentasche, ist Eric Talmadge. In den 80er und 90er Jahren war er einer der ganz Grossen in der Kletterszene - nicht nur national, sondern auch international. Obwohl Talmadge in der ganzen Welt herumgekommen ist, sei der Jura Basel für ihn etwas ganz besonderes: «Die Natur ist wunderschön, es ist nah an der Stadt und es gibt eine Vielzahl und Vielfalt von sehr anspruchsvollen Kletterrouten.»

Einer der schwersten Routen befindet sich unweit von Dornach. Talmadge ist bisher der Einzige, der sie geschafft hat und sie bei diesem Anlass «Im Reich des Shogun» genannt hat. Doch auch er musste zehn Jahre dafür üben, bis er die glatte Felswand im Jahr 2000 bezwingen konnte. Es gibt im Jura viele weniger schwierige Routen. Dennoch ist das Kletter hier technisch anspruchsvoll, denn: «Die Spalten und Löcher im Gestein, an denen man sich halten kann sind meist sehr klein», sagt Talmadge. Er hat das Gefühl, dass es im Jura Basel in den letzten Jahren viel ruhiger geworden ist, da weniger Leute draussen klettern würden.

Klettern boomt, jedoch in der Halle

Diesen Eindruck hat auch Mike Tscharner, der die Boulderhalle B2 in Pratteln betreibt, wo man ohne Seil klettert. Obwohl Klettern heute eine Trendsportart ist und auch er den Boom in seiner Halle unmittelbar miterlebt, liegen für ihn die Gründe auf der Hand, weshalb nicht mehr Leute den Sport draussen betreiben. Denn draussen, müssten die Kletterer geübt in der Sicherung mit Seilen sei. Zudem brauche es ein wenig mehr Mut, da die Abstände der Hacken grösser sind als in der Halle.

Ein weiterer Punkt ist der Zeitaufwand. «Will man raus in die Natur, dann muss man oftmals einen halben Tag aufwenden», sagt Tscharner, der selbst ein erfahrener Outdoor-Kletterer ist. Diese Zeit fehle besonders unter der Woche den meisten Berufstätigen. Vor allem im Frühling und Herbst, wenn die Tage kürzer sind. Viele Leute kämen deshalb gerne über Mittag oder nach dem Feierabend in die Halle, sagt Tscharner und fügt hinzu: «Der Basler Jura ist ein Kletterparadies, das man jedoch nicht so schnell konsumieren kann.»

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)

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