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Beim Stoff handelt es sich um ein Nebenprodukt der Firma Bayer AG, heisst es vom BUD
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 13.11.2019.
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Trinkwasser Chemische Substanz im Rhein in Region Basel gefunden

Die Industriellen Werke Basel (IWB) haben bei der systematischen Überprüfung des Rheinwassers und des Trinkwassers eine chemische Substanz entdeckt. Diese stammt von der Bayer Schweiz AG. Für Menschen habe keine Gefahr bestanden, heisst es in einer Medienmitteilung vom Mittwoch.

Keine Grenzwerte überschritten

Es wurden zu keinem Zeitpunkt relevante Höchstwerte im Rhein- oder im Trinkwasser überschritten, wie die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD BL) schreibt. Die Bevölkerung in der Region Basel könne das Trinkwasser bedenkenlos konsumieren. Die Badewasserqualität des Rheinwassers sei ebenfalls gewährleistet, schreibt die Direktion.

Trotzdem: Trinkwasser aus Wiese statt Rhein

Die IWB haben nach der Entdeckung die Rohwasserentnahme aus dem Rhein Ende Oktober 2019 vorsorglich abgestellt und nutzen momentan Wasser aus der Wiese zur Grundwasseranreicherung. Ausserdem prüfen die IWB den vorzeitigen Ersatz der Aktivkohlefilter in der Trinkwasseraufbereitungsanlage in den Langen Erlen.

Grund für diese Massnahme ist, dass die IWB und das Amt für Umweltschutz und Energie Baselland (AUE BL) die Substanz Ethyldimethylcarbamat im Trinkwasser und im Rheinwasser entdeckt hatten. Wie die (BUD BL) am Mittwoch mitteilte, hat das AUE BL sofort Massnahmen eingeleitet, um den Eintrag der Substanz in das Rheinwasser zu reduzieren.

Massnahmen bereits umgesetzt

Gemäss Abklärungen der IWB und dem AUE BL stammt der Stoff Ethyldimethylcarbamat von der Bayer Schweiz AG. Abklärungen beim Unternehmen hätten ergeben, dass dieser Stoff als «Nebenprodukt der Produktion» seit Mitte 2019 via Abwasser in die Abwasservorbehandlung der Infrapark Baselland AG geleitet wird. Von dort gelange er zur ARA Rhein AG, wo ein Teilabbau stattfinde.

Die Bayer Schweiz AG habe die Produktion daraufhin umgehend gestoppt und dem AUE BL ein Massnahmenpaket zur Reduktion der Einleitung vorgelegt. Inzwischen seien Massnahmen umgesetzt worden, um die Menge an Ethyldimethylcarbamat dauerhaft zu reduzieren. Inzwischen hat die Firma die Produktion in reduziertem Mass wieder aufgenommen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Ach ja? Es gibt also "relevante Höchstwerte", und dann gibte es demnach auch "irrelevante Höchstwerte"... Schön, damit kann also praktisch alles den Rhein runter, denn was ist schon relevant? Vielleicht alles was oberhalb der "nicht relevanten Höchstgrente" ist?
    Liebes BUD, solche Aussagen sind nicht relevant, sondern relativ!
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