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Trotz Spardruck Uni Basel verzichtet auf höhere Studiengebühren

Die Proteste waren gross, als die Univerität Basel letztes Jahr höhere Studiengebühren in Aussicht stellte. Im Zuge der Sparmassnahmen prüfe der Universitätsrat eine Gebührenerhöhung für Studierende aus dem In- und Ausland, hiess es. Nach vertieften Abklärungen kommt die Universität aber zum Schluss, dass dies zum jetztigen Zeitpunkt nicht angbracht sei.

«Wir möchten weiterhin konkurrenzfähig bleiben», sagt Matthias Geering, Mediensprecher der Uni Basel. Er verweist auf die Erfahrungswerte nach den letzten Erhöhungen im Jahr 2014. Anschliessend hätten sich viele Studierende aus dem südbadischen Raum gegen ein Studium in Basel entschieden.

Eine Erhöhung der Studiengebühren bedeutet immer auch Abschreckung.
Autor: Matthias GeeringLeiter Kommunikation Universität Basel

Zwar habe auch der starke Schweizer Franken dazu beigetragen. Aber für Geering ist klar: «Eine Erhöhung der Studiengebüren bedeutet immer auch Abschreckung.» Deshalb verzichte man nun auf höhere Beiträge für Studierende aus dem In- und Ausland.

Verglichen mit anderen Volluniversitäten in der Schweiz bezahlen Studierende in Basel heute schon die höchsten Gebühren. «Da wäre es ein seltsames Signal, wenn wir in dieser Situation die Gebühren nochmals erhöhen würden», sagt Geering. Die Diskussion um höhere Studiengebüren sei für die Universität deshalb für die nächsten ein bis zwei Jahre vom Tisch.

Die Studentische Körperschaft der Universität Basel (skuba) zeigt «hocherfreut» über den Entscheid. Dieser sichere eine Angemessenheit der Gebühren im Gesamtbild der Schweizer Universitäten. Eine Gebührenerhöhung hätte dagegen eine «nicht irrelevante» Belastung für die Studierenden dargestellt.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Remy Schmutz (Stop political correctness)
    Ja, da ist es in der Tat gescheiter, dem Staatspersonal im Trägerkanton Baselland den Lohn zu kürzen! Ob so viel politischer Klugheit und Weitsicht kann ich mir nur die Augen reiben. Protestieren die Studenten, so gibt man ihnen Recht. Überlegt sich hingegen das Staatspersonal, wegen der mehrfachen Verschlechterung seiner Anstellungsbedingungen zu streiken, nennt man das eine Frechheit und hat dafür kein Verständnis. Schöne neue (verkehrte) Welt!
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