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Legende: Audio Die Telefonkabine am Barfi war für zwei Generationen Baslerinnen und Basler ein zentraler Treffpunkt abspielen. Laufzeit 02:12 Minuten.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 01.09.2019.
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Umnutzung Nicht alle Basler Telefonkabinen sind dem Untergang geweiht

Die Kult-Kabine am Barfi wurde letzte Woche zwar abgebaut - andere Telefonkabinen haben hingegen eine Zukunft, wenn auch in anderer Form.

In den 1980er-Jahren gab es in der Schweiz noch rund 60'000 Telefonkabinen. Ende 2019 werden es praktisch keine mehr sein. Der Grund für den Niedergang der Telefonkabinen ist das Handy, sagt Esther Hüsler von der Swisscom: «Praktisch alle haben heute die Möglichkeit, jederzeit und von überall zu telefonieren.» Zudem sei die technische Entwicklung der Kabinen nicht mehr weiterverfolgt worden, viele Apparate seien schlicht veraltet.

Die Telefonkabinen sind also ein Fall fürs Museum - und für die Kult-Kabine vom Barfüsserplatz stimmt dies sogar wortwörtlich. Das Historische Museum übernimmt die Kabine, welche für Generationen von Baslerinnen und Baslern nicht nur ein Ort zum Telefonieren, sondern schlicht der zentrale Treffpunkt in der Stadt war, in ihre Sammlung. Die Barfi-Kabine wurde letzte Woche abgebaut.

Bevölkerung soll gratis telefonieren können

Allerdings droht in Basel nicht ganz allen Telefonkabinen dieses Schicksal. Die runden Glas-Kabinen nämlich, welche an vielen Orten in der Stadt stehen, haben weiterhin eine Zukunft. Die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG), welche diese Kabinen besitzt, will sie auch künftig nutzen: als Werbesäulen. «Wir betreiben die Kabinen weiter, weil sie an gut frequentierten Standorten stehen und somit für unsere werbetreibenden Kunden attraktiv sind», sagt Nadja Mühlemann von der APG.

Doch nicht nur das, auch ihre ursprüngliche Funktion sollen diese Kabinen beibehalten dürfen. Die APG will diese Kabinen nämlich umrüsten und eigene Telefone installieren, welche von der Bevölkerung dann gratis genutzt werden können. «Man kann das als Nostalgie betrachten», sagt Mühlemann, «aber wir sehen es auch als schöne Dienstleistung für alle Menschen im Raum Basel.»

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