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Illegale Demonstration zum 1. Mai
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 01.05.2020.
abspielen. Laufzeit 03:14 Minuten.
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Unbewilligte Aktion Hunderte Demonstranten marschieren durch Basel

Die Polizei löste die Kundgebung nicht auf.

Mehrere hundert Personen haben in der Basler Innenstadt am Freitag an einer 1.-Mai-Kundgebung teilgenommen. Die Demonstranten marschierten wegen der Coronavirus-Pandemie in grösserem Abstand zueinander und trugen teilweise Atemschutzmasken.

Der Kundgebung schlossen sich nach und nach in kleineren Gruppen gegen geschätzt 400 Personen an, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort berichtete. Die Kundgebung verlief demnach bis Mitte Nachmittag friedlich. Die Polizei war kaum sichtbar präsent. Ein Sprecher der Basler Polizei begründete dies mit «Gründen der Verhältnismässigkeit». Die Demonstrationsteilnehmer hätten sich friedlich verhalten. Bei einem Eingreifen hätte es wohl eine Gruppenbildung gegeben - und das wäre noch schlechter gewesen als die Demo an sich. Die Polizei habe aber 45 Teilnehmer kontrolliert und angezeigt.

Durch die halbe Innenstadt

Die Teilnehmer stimmten Sprechchöre an und führten Transparente mit sich. Auf diesen war unter anderem «Lang lebe der 1. Mai» oder «Die Krise war schon vorher da» zu lesen.

Der Umzug startete in der Klybeckstrasse und führte unter anderem über den Claraplatz zur Mittleren Brücke. Die Demonstranten begaben sich daraufhin durch die Innenstadt und über die Wettsteinbrücke zum Wettsteinplatz.

SP-Grossrat: «Demonstranten sind Idioten»

Die unbewilligte Demonstration stiess innerhalb des linken Lagers in Basel auf laute Kritik. SP-Grossrat Tim Cuénod bezeichnete auf Facebook die Demonstranten als «unsolidarische Idotinnen und Idioten». Die Pandemie-Regeln seinen klar: Solche Veranstaltungen müssten unterbunden werden. SP-Grossratskandidat Moritz Weisskopf äusserte sich auf Twitter: «Die Massnahmen wurden ergriffen, um das Gesundheitspersonal vor der völligen Überlastung zu schützen. Die Massnahmen zu missachten. ist nicht Solidarität, sondern Egoismus.»

Noch schärfer äusserten sich bürgerliche Politiker in Basel. CVP-Präsident Balz Herter empörte sich darüber, dass mit Tonja Zürcher (Basta) eine amtierende Grossrätin bei der Demonstration mitlief. SVP-Grossrätin Gianna Hablützel kritisierte auch die Basler Regierung:

SVP-Grossrat Pascal Messerli bezeichnete die Demonstranten als «die asozialsten Menschen in unserer Gesellschaft». Sie hätten «keinen Respekt vor dem Notstand und null Empathie gegenüber Menschenleben».

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Boris Weibel  (Boris Weibel)
    Liebes SRF weshalb gebt ihr diesen Personen immer und immer wieder eine Projektionsfläche. Sie tragen mit solchen Beiträgen zur Polarisation der Gesellschaft bei. Siehe Leserbriefe wo die Teilnehmer*innen als "Neandertaler" betitelt werden, was übrigens eher eine Beleidigung der Neandertaler ist. Diese waren sicher intelligenter und hatten mehr Kultur als dieses Grüppchen, welches eh kocht sein eigen Süppchen und spiet mit Euch, als seid Ihr Püppchen.
  • Kommentar von Rolf Müller  (Halu6orm)
    "Die Polizei löste die Demonstration nicht auf". Mit dieser Regierung, typisch für Basel.
  • Kommentar von Bernhard Zwahlen  (B.Zwahlen)
    Während dieser Zeit ist so eine Demo nicht nötig, das finde ich auch. Aber die Aussage der SVP, dass diese Personen keine Empathie für Menschenleben haben finde ich völlig daneben. Denn genau die SVP ist diese Partei, welche Menschenrecht (Leben) ausserhalb der Schweiz mit Füssen treten und dies nicht nur während der Corona-Krise.