Ungewisse Zukunft des Z7 in Pratteln

Der Konzertclub Z7 in Pratteln ist über die Grenzen hinweg bekannt. Betreiber Norbert Mandel hat sich in der Rock- und Hardrockszene einen Namen gemacht und bringt immer wieder bekannte Bands auf Pratteln. Mandel sieht sein Lebenswerk jedoch in Gefahr. Grund ist ein geplanter Baumarkt.

Luftbildaufnahme Pratteln Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Anstelle der Tennisplätze neben dem Z7 soll ein Obi-Baumarkt entstehen. Unten die Autobahn Google

Mandel sieht keine Zukunft für das Z7, wenn der Baumarkt nebenan kommt. Einerseits gäbe es dann zu wenig Parkplätze für Konzertbesucher, andererseits führe der Baumarkt zu mehr Verkehr rund ums Konzertgelände, der wiederum gefährlich sei für die Besucher. In Zeitungsinterviews macht Mandel auch der Gemeinde Vorwürfe, diese unternehme zu wenig für den Erhalt des Konzertlokals.

In einer Medienmitteilung vom Dienstagmorgen wehrt sich der Gemeinderat nun gegen diese Vorwürfe. «Baumarkt und Z7 haben gut Platz nebeneinander», betont Gemeindepräsident Beat Stingelin auf Nachfrage. Stingelin betont, dass genügend Parkplätze vorhanden seien in dem betroffenen Gebiet und dass die Baumarkt-Pläne demokratisch legitimiert seien. Befremdet zeigt sich Stingelin über Kommentare auf der Facebook-Seite des Z7 und den Aufruf, Z7-Fans sollen bei der Gemeinde intervenieren. «Ich bin zum Teil enttäuscht, wie wenig Verständnis hier für einen demokratischen Entscheid aufgebracht wird», so Stingelin.

Zieht das Z7 weg?

Norbert Mandel war am Dienstagmorgen für eine Stellungnahme telefonisch nicht erreichbar. Eine Lösung scheint derzeit nicht in Sicht. Gegenüber der «Basellandschaftlichen Zeitung» sagte Mandel, er werde weiterhin Widerstand leisten auch mit einer Einsprache gegen das Baugesuch. Eine weitere Alternative sei der Wegzug aus Pratteln.

(Regionaljournal Basel, 12:03 Uhr)