Unispital Basel behauptet sich auf dem Markt

Das Universitätsspital Basel (USB) hat in seinem ersten Jahr als ausgegliedertes selbständiges Unternehmen einen Gewinn von 8,9 Mio. Franken erzielt. Eine Umfrage bei Patienten stellt dem Spital ein sehr gutes Zeugnis aus.

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Bildlegende: Seit einem Jahr ist das Unispital ein selbstständiges Unternehmen Juri Weiss

Als selbstständiges Spital, muss das Universitätsspital Basel (USB) um Patientinnen und Patienten werben. Diese Konkurrenz zeige sich auch in den Patientenzahlen, sagt Spitaldirektor Werner Kübler: «Es ist klar, dass dieser Wettbewerb stattfindet.» Das würde man auch darin sehen, dass leicht weniger Patienten aus Basel-Stadt sich im Unispital behandeln liessen. Dafür, sagt Werner Kübler, seien mehr aus  den umliegenden Kantonen gekommen. «So dass wir sagen können: In dieser Konkurrenz bestehen wir.»

Zahl der Patienten steigt

Der Anteil an ausserkantonaler Patienten hat um 1,4 Prozent zugenommen, auf insgesamt 46,9 Prozent.
Die Zahl stationär behandelter Patienten stieg um 2,7 Prozent auf 32'507, wie das USB am Donnerstag mitteilte.

Für das Universitätsspital steigt als selbstständiges Spital der Druck, sagt Werner Kübler: «Wir sind sehr belastet. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen einen ausgezeichneten Job.» Sie würden alles daran setzen diese Leistung noch zu verbessern.

Unispital hat neue Stellen geschaffen

Mittlerweile hat das Universitätsspital 5200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 182 Stellen wurden neu geschaffen. Trotzdem habe das Personal immer mehr zu tun. Dies auch wegen der neu eingeführten Fallkostenpauschalen und dem administrativen. 

Die Rekrutierung des neuen Pflege- und ärztlichen Personals sei bisher gut gegangen, sagt Direktor Werner Kübler. Dies auch wenn schweizweit das ärztliche Personal knapp ist. Wichtig sei für das USB, dass sie auch in Zukunft Personal im Ausland rekrutieren können.

Positive Bilanz

Grundsätzlich ziehen die Verantwortlichen des USB eine positive Bilanz, auch wenn die Herausforderungen mit der Verselbstständigung des Spitals und der neuen Spitalfinanzierung mit den Fallkostenpauschalen, gross gewesen seien. Das Spital machte 2012 einen Gewinn von 8.9 Millionen Franken. Weiter hat die Spitaldirektion auf seine halbjährliche Patientenumfrage verwiesen. Diese zeige ein positives Bild. Die Patientinnen und Patienten seien eher zufriedener mit dem Universitätsspital als im Jahr vorher.