Unterschiedliche Löhne bei Baselbieter Lehrpersonen möglich

Die Gemeinden sollen den Lohn ihrer Lehrpersonen selber bestimmen können. Das sieht die von Finanzdirektor Anton Lauber eingeleitete Strukturreform vor. Diese will unter anderem den Gemeinden mehr Autonomie geben.

Schulhaus Grellingen mit im Schnee spielenden Kindern Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Über die Löhne an ihren Schulen sollen die Gemeinden selber entscheiden können. Paul Menz

Heute verdienen Primarlehrpersonen in allen Baselbieter Gemeinden gleich viel - vorausgesetzt sie bringen dieselbe Erfahrung und Ausbildung mit. Allenfalls könnte sich dieser Umstand schon bald ändern: Finanzdirektor Anton Lauber will die Gemeinden stärken und ihnen mehr Autonomie zugestehen.

Hohe Fixkosten

Die Forderungen kommt von den Gemeinden selber. Sie beklagen sich grundsätzlich über den starren Rahmen, in dem sie ihre Ausgaben tätigen müssen. «Die Gemeinden haben vor allem im Bildungsbereich viele fixe Ausgaben, Spielraum gibt es wenig», sagt Daniel Schwörer, Leiter Stabstelle Gemeinden beim Kanton Baselland.

Im Rahmen einer Änderung der Kantonsverfassung, welche im Zusammenhang mit dem neuen Gemeindestrukturgesetz steht, sollen die Gemeinden in Zukunft mehr Flexibilität erhalten - zum Beispiel auch beim Erstellen ihres Budgets. Daniel Schwörer spricht in diesem Zusammenhang von «Variabilität».

Für die Lehrerlöhne bedeutet das, dass der Kanton in Zukunft einen Mindestlohn für Lehrpersonen definiert, der für die Gemeinden bindend ist. Sie dürfen aber bei der Besoldung darüber hinaus gehen. Eine solche Anpassung ist für die kleine Gemeinde Waldenburg im Oberbaselbiet durchaus ein Thema. Kein Thema ist es hingegen für Muttenz.

Kritisiert werden die Pläne der Finanzdirektion vom Lehrerverein Baselland: «Das ist ein schlechter Plan und entspricht nicht den nationalen Harmonisierungsabsichten», sagt Präsident Roger von Wartburg.

(Regionaljournal Basel; 17:30 Uhr)